Dominic Thiem – Masters-Rennen wird immer mehr zum Zitterspiel

Der Vorsprung auf die Konkurrenz wird immer geringer, vor allem auf den am Sonntag erfolgreichen Tomas Berdych.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 03.10.2016, 11:22 Uhr

STUTTGART, GERMANY - JUNE 12: Dominic Thiem of Austria serves against Philipp Kohlschreiber of Germany during the final on day 9 of Mercedes Cup 2016 on June 12, 2016 in Stuttgart, Germany. (Photo by Daniel Kopatsch/Bongarts/Getty Images)

Bei den Herren hat sich nach einer Woche mit lediglich zwei ATP-World-Tour-250-Turnieren nicht viel getan, unter den besten Elf gibt's keine Veränderung. Australian- und French-Open-Sieger Novak Djokovic (Serbien) führt immer noch überlegen vor dem Wimbledon-Gewinner Andy Murray (Großbritannien) und dem US-Open-Champion Stan Wawrinka (Schweiz). Und auch wenn Dominic Thiem weiterhin von Platz zehn grüßt: Für den 23-Jährigen hat sich wohl einiges verändert. Das Rennen um seine erstmalige Teilnahme an den ATP World Tour Finals wird für den Niederösterreicher immer mehr zum Zitterspiel - umso mehr, da Tomas Berdych am Sonntagseinen Vorjahressieg in Shenzhen zu verteidigen wussteund die 250 ATP-Punkte dafür voll anschreiben kann.

Der Tscheche liegt damit im "Race to London" mittlerweile bloß noch 335 Punkte hinter dem dort Siebtklassierten Thiem und 330 hinter Rafael Nadal (Spanien).Zudem plagt Thiem indes wieder die Knieentzündung, die ihn bereits zur Aufgabe im Achtelfinale der US Open in New York gezwungen hatte, und das just, bevor es für ihn in dieser Woche beim ATP-World-Tour-500-Turnier in Peking und darauf beim ATP-Masters-1000-Event von Shanghai um wertvolle Zähler im Masters-Rennen ginge. Sein Auftritt in Peking erscheint ungewiss, Berdych könnte parallel in Tokio weiter an Boden gutmachen und ihn mit einem Titelgewinn sogar überholen. Von den weiteren besten Österreichern gibt es keine großen News, Gerald Melzer (von 86 auf 87) und Dennis Novak (von 219 auf 230) fallen leicht zurück.

Kerber kann Tennis-Thron für 2016 einzementieren

Das WTA-Premier-5-Turnier der vergangenen Woche in Wuhan hat so einige Veränderungen in der Damen-Weltrangliste mit sich gebracht: Agnieszka Radwanska (Polen, Nummer 3) und Garbine Muguruza (Spanien, Nummer 4) haben ihre Ränge getauscht, Semifinalistin Svetlana Kuznetsova (Russland) schiebt sich von Platz zehn auf sieben, Finalistin Dominika Cibulkova (Slowakei) von zwölf auf acht undSiegerinPetra Kvitova (Tschechien) von 16 auf elf, Venus Williams (USA) rutscht hingegen von sieben auf 13 ab. An der Spitze grüßt jedoch weiter das fast schon altgewohnte Bild, Angelique Kerber führt das Ranking nach wie vor an, vor der 22-fachen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams (USA).

Und die Chancen stehen nun gut, dass das auch bis ins Jahr 2017 so bleibt. Denn die Deutsche hat sich in der "Road to Singapore", der Jahreswertung von 2016, ein Polster von 855 Punkten erarbeitet. Die Kielerin könnte sogar noch in dieser Woche ihren Jahresabschluss als die Erste in der Weltrangliste fixieren, als erste Spielerin ihres Landes seit natürlich Steffi Graf , die das Kunststück gleich acht Mal zuwege brachte (ein alleiniger Rekord), zuletzt im Jahr 1996. Mit demEinzug in die zweite Runde der China Open in Pekinghat Kerber auch bereits den ersten Schritt in diese Richtung gesetzt, erreicht sie beim WTA-Premier-Mandatory-Event in Chinas Hauptstadt das Finale, ist ihr der Tennis-Thron 2016 nicht mehr zu nehmen. Nicht sehr viel ist übrigens aus rot-weiß-roter Sichtweise passiert: Das Ranking von Tamira Paszek (von 111 auf 112) und Barbara Haas (von 145 auf 144) hat sich nur um je einen Platz geändert.

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