Michael Stich rät Angelique Kerber zu mehr Gelassenheit

Der zweitbeste deutsche Spieler aller Zeiten äußert sich auch zu Alexander Zverev.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 22.06.2016, 09:12 Uhr

STUTTGART, GERMANY - APRIL 18: (L-R) Marc Webber, Michael Stich, Angelique Kerber and Michael Chang pose prior to a show match during Day 1 of the Porsche Tennis Grand Prix at Porsche-Arena on April 18, 2016 in Stuttgart, Germany. (Photo by Dennis ...

Michael Stich hat Australian-Open-SiegerinAngelique Kerberkurz vor Beginn des Wimbledon-Turniers am nächsten Montag zu mehr Gelassenheit und Egoismus geraten. „‚Angie’ sollte nicht versuchen, andere Menschen zufriedenzustellen. Sie muss machen, was für sie am besten ist“, sagte Stich (47) der „Sport Bild“. Der Wimbledon-Sieger von 1991 hat immer mal wieder Kontakt zur Weltranglisten-Vierten Kerber (28): „Ein Rat von mir war: ‚Du musst lernen, nein zu sagen.’ Das fiel mir vermutlich immer schon etwas leichter als ihr“, meinte Stich.

„Unglaubliche motorische Begabung”

Die einstige Nummer zwei des ATP-Rankings hält es für einen Kardinalfehler, die Gegenwart mit den Zeiten von Boris Becker, Steffi Graf und Co. zu vergleichen. „Dieser Boom war so riesig, weil wir die Ersten waren. In der Formel 1 können Sebastian Vettel und Nico Rosberg noch so viel gewinnen, eine Euphorie wie Michael Schumacher werden sie nie auslösen. Denn Schumacher war der Erste“, sagte Stich. Er selbst glaubt an eine gute Zukunft für seine Sportart („Das deutsche Tennis ist nicht tot“) und auch für NachwuchshoffnungAlexander Zverev.

„Er hat das klare Ziel, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Ich denke, er hat das Zeug dazu“, sagte Stich über den 19-Jährigen aus Hamburg, der auf Platz 28 der Weltrangliste steht. Halle-Finalist Zverev habe eine „unglaubliche motorische Begabung“. Das sei bei ihm „die Grundvoraussetzung für alles“, sagte Stich: „Er kommt an Bälle, die man für unerreichbar hält.“ Das Nachwuchsfördersystem des Deutschen Tennis Bundes (DTB) lobte der gebürtige Elmshorner in den höchsten Tönen als „das beste der Welt“. Allerdings fehle als letztes Glied in der Kette „ein übergeordnetes nationales Leistungszentrum“.

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