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Damian Roman feiert 30. Turniersieg seiner Karriere

HTT Branchen-Primus Damian Roman ist nach einem verkorksten Saisonstart zurück in der Erfolgsspur, u...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 09.02.2022, 03:18 Uhr

HTT Branchen-Primus Damian Roman ist nach einem verkorksten Saisonstart zurück in der Erfolgsspur, und hat bei der 30. Auflage des Peugeot Februar HTT 500 Turniers seinen ersten Saisontitel errungen. Mit einem finalen 6:3, 6:4 Erfolg über Alexander Schager, fügte der 39jährige seiner persönlichen HTT Erfolgsgeschichte zudem ein weiteres Kapitel hinzu. Roman feierte am Dienstag Abend seinen bereits 30. HTT Karriere-Titel, womit er in der ewigen Bestenliste aller HTT Turniersieger mit dem viertplatzierten Martin Kova gleichzog. Vor dem rumänischen Ranglisten-Ersten rangieren damit nun in der ewigen Siegerliste der Peugeot Hobby Tennis Tour Geschichte nur mehr drei Spieler. Ein Bericht von C.L

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Damian Roman mit Turniersieg Nr. 17 auf HTT-500er-Ebene

Damian Roman hat in seiner ohnehin schon schwer beeindruckenden HTT-Karriere am Dienstag Abend ein weiteres Highlight gesetzt, und neben seinem 30. Jubiläums-Titel auch in der Abteilung HTT-500-Turniersiege, zu den Allergrößten der HTT-Geschichte aufgeschlossen. Sein Erfolg im UTC La Ville, fixiert in 1:26 Stunden Spielzeit, bescherte dem HTT-Altmeister aus Negresti Oas seinen 17. Turniersieg auf HTT-500er-Ebene, womit er Klaus Hofer (15) und Andreas Harbarth (16) endgütlig hinter sich ließ, und nur mehr den 23fachen HTT-500er-Champion Claus Lippert vor sich hat. Und noch in einer weiteren Statistik kletterte der Frontman des TC Strebersdorf am Dienstag Abend in imposante Höhen. Roman spielte bei der 30. Jubiläums-Ausgabe des Peugeot Februar HTT 500 Turniers sein 44. Karriere-Finale, womit er den 5fachen HTT Finals-Gewinner Christian Kainz (43 Endspiele) überholte, und Position Nr. 4 in der ewigen Rekordliste aller Finalteilnehmer der Peugeot Hobby Tennis Tour übernahm. Next Stop in dieser Kategorie wird der drittplatzierte Klaus Hofer sein, der es zu seiner aktiven Zeit auf der HTT zu 54 Endspiel-Auftritten brachte. Soweit also haben wir Damian Romans neue Karriere-High-Facts aus der Abteilung Statistik abgearbeitet.

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Schager verschläft Anfangsphase und gibt Satz 1 mit 3:6 ab

Das Endspiel des 1.650igsten HTT-Finales versprach mit dem erstmaligen finalen Kräftemessen der beiden HTT Topstars nach über fünf Jahren – damals im Finale des November Masters Series 1000 Turniers 2016 siegte Damian Roman in zwei Sätzen mit 6:1, 6:4 – hochklassiges Tennis, auf das man als Zuseher freilich bis zum Ende vergeblich wartete. Alexander Schager erwischte in seinem 12. HTT Karriere-Finale einen – nett formulierten – rabenschwarzen Tag, und Damians Romans geduldiges, konstantes und unspektakuläres Tennis ist von Haus aus nicht dazu angetan, Tennisfeinschmecker aus dem Sattel zu werfen. So gab es ab & an den ein oder anderen großartigen Ballwechsel zu bestaunen, insgesamt aber einen finalen Showdown auf überschaubarem Niveau zu sehen. Schager leistete sich in den 86 Minuten des sechsten HTT Saisonfinales neben einer unterdurchschnittlichen Leistung zwei grobe Schwächephasen, die das Match letztlich zu seinen Ungunsten entschieden. Da war zunächst einmal die Anfangsphase, in der Schager kein Bein auf den Platz brachte, und mit zwei verlorenen Aufschlagspielen, alle Trümpfe aus der Hand gab. Roman bedankte sich nach 33 Minuten mit der 1:0 Satzführung, die mit 6:3 auch in dieser Höhe verdient ausfiel.

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Schager nach finalem Desaster ratlos und enttäuscht

Schagers zweites Blackout im finalen Kampf um seinen vierten HTT Karriere-Titel bekam das Publikum dann Mitte des zweiten Satzes geboten, als sich sein Spiel eigentlich zu konsolidieren schien, und der 26jährige aus Leoben nach Abwehr einen Breakballes gerade die 3:2 Führung erobert hatte. Schager schien die Wende eingeleitet zu haben, durfte sich der Steirer doch tatsächlich über das erste Break im zweiten Durchgang zum 4:2 freuen, und kurze Zeit später bei eigenem Aufschlag und einer exzellent herausgeschossenen 40:0 Führung mit dem wohl vorentscheidenden 5:2 spekulieren. Doch da war ja noch erwähntes Blackout, und mit dem schoss sich der HTT Wimbledonsieger von 2019 am Ende ins Verderben. Denn nur 10 Minuten nachdem der Leobener drei Spielbälle zum 5:2 vor der Brust hatte, schlich der enttäuschte Steirer auch schon als 4:6 Verlierer in Richtung Netz, um seinem Gegner zu dessen Jubiläums-Triumph zu gratulieren. “Das war wohl vermutlich mein schlechtestes Match in diesem Turnier. Trotzdem muss ich eigentlich einen dritten Satz spielen”, zeigte sich Schager eine Stunde nach dem finalen Desaster immer noch über das Geschehene verwundert. “Obwohl ich eigentlich mit keinem einzigen meiner fünf Matches richtig zufrieden war, stand ich im Finale. Das spricht dafür, dass ich aktuell ein hohes Level spielen kann, und macht mich für die Zukunft zuversichtlich”, bilanzierte der unterlegene Steirer, der trotz seiner neunten Final-Niederlage 107 Ränge im HTT Entry Ranking gutmachte, und damit in die Top 100 der HTT Computer-Rangliste zurückkehrte.

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“Dieser 30igste Titel ist ein ganz besonderer für mich”

Einmal mehr hat sich derweil Damian Roman als großer Champion in Szene gesetzt, und nach einer keineswegs atemberaubenden Vorstellung den Titel beim 30. Peugeot Februar HTT 500 Turnier davon getragen. Ohne Satzverlust stand nach drei Turniertagen der 30. Karriere-Turniersieg in seiner Erfolgs-Vita zu Buche, ein Titel, auf den der 39jährige besonders stolz ist. “Dieser 30igste Turniersieg auf der HTT ist etwas ganz besonderes für mich. Das haben bislang nicht viele Spieler geschafft, und es ist wirklich nicht einfach, diese Anzahl an Turnieren zu gewinnen. Vorallem nicht in der jetzigen Zeit, wo so viele gute Spieler auf der Peugeot Hobby Tennis Tour mitwirken”, freute sich der 39jährige in einer ersten Stellungnahme. “Ich war heute im ersten Satz einfach konstanter als mein Gegner, und habe vorallem weniger Fehler als der Alex gemacht. Im zweiten Satz hatte ich dann bei 4:2, 40:0 für Schager Glück, sein Momentum brechen zu können. Ich habe versucht im Rhythmus zu bleiben, und das ist am Ende gut gelungen. Ich bin froh, den drohenden dritten Satz abgewendet zu haben, denn am Schluss habe ich schon deutlich Müdigkeit verspürt”, so der 30fache HTT-Titelträger nach seinem dritten Sieg im dritten Duell mit Alexander Schager

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