Davis Cup: Die Gnade der früheren Niederlage

Einige Teams, die sich im Viertelfinale aus dem Davis-Cup-Finalturnier in Madrid verabschiedet haben, können sich immerhin mit der Aussicht auf ein Heimspiel 2020 trösten.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 25.11.2019, 07:41 Uhr

Untröstlich: Viktor Troicki am Freitag in Madrid
© Getty Images
Untröstlich: Viktor Troicki am Freitag in Madrid

Niemand, wirklich niemand hätte am Freitagnachmittag in der Haut von Viktor Troicki stecken wollen. Wie ein Häuflein Elend saß der serbische Veteran auf seiner Spielerbank, nachdem er im entscheidenden Doppel an der Seite von Novak Djokovic den Sieg auf dem Schläger hatte. Mehrmals. Djokovic versuchte seinen Teamkollegen zwar zu trösten, Troicki aber nahm die ganze Schuld auf sich.

Nicht ganz so dramatisch ging es im deutschen Team zu, auch wenn Jan-Lennard Struff seine Viertelfinal-Partie gegen Daniel Evans erst im Tiebreak des dritten Satzes verlor. Das Doppel wurde gar nicht mehr ausgespielt, ein Jammer, denn mit Kevin Krawietz und Andreas Mies hätte Teamchef Michael Kohlmann ein vielversprechendes Duo auf den Court geschickt.

Wer möchte, kann aus den Niederlagen der Serben, der Deutschen, aber auch der Argentinier, die Spanien denkbar knapp erst im Doppel unterlagen, auch Positives ableiten: Nachdem der Davis Cup nämlich auch im kommenden Jahr nach dem Muster von 2019 ausgetragen wird, bestand für die meisten dieser Nationen zumindest die Chance, Anfang des Jahres ein Heimspiel auszutragen. So ist es schließlich auch gekommen: Deutschland etwa trifft am 6. und 7. März auf Weißrussland, die USA haben Usbekistan zugelost bekommen. Nicht so gut erwischt hat es Argentinien, das nach Kolumbien muss.

Wildcards für Serbien und Frankreich

Umgefallen um einen Auftritt zuhause sind letztlich wieder die Serben, nachdem die ITF die nicht ganz nachvollziehbare Praxis beibehielt, zwei Teams mit einer Wild Card zu beschenken. So ist es im aktuellen Jahr Argentinien und Großbritannien ergangen, aus Gründen, die da wohl „Juan Martin del Potro“ und „Andy Murray“ heißen. Del Potro konnte in Madrid nicht antreten, Murray bestritt immerhin ein Match. Und wird auch 2020 kein Davis-Cup-Spiel vor eigenem Publikum austragen: Mit dem Erfolg gegen Deutschland und dem damit verbundenen Einzug in das Halbfinale sind die Briten nämlich für das Finalturnier im kommenden Jahr bereits qualifiziert. Wie naturgemäß auch Spanien, Kanada und Russland. Die Serben wiederum haben von der ITF einen Fixplatz für 2020 geschenkt bekommen, ebenfalls wie das Team von Frankreich. Letztere fallen damit auch im kommenden Jahr um einen Auftritt vor den eigenen Fans um. Aus einem Grund, der wohl "Novak Djokovic" heißt.

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von Jens Huiber

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