Michael Kohlmann – „Um Djokovic kann ich mir nicht auch noch Sorgen machen”

Der Davis-Cup-Chef zeigt sich mit den augenblicklichen Entwicklungen im deutschen Tennis zufrieden.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 23.10.2016, 11:28 Uhr

BERLIN, GERMANY - SEPTEMBER 18: Jan-Lennard Struff, Florian Mayer, Daniel Brand, Daniel Masur and team captain Michael Kohlmann of Germany celebrate winning the 5th rubber match between Jan-Lennard Struff of Germany and Hubert Hurkacz of Poland of t...

Es ist letztlich das Halbfinale bei den Ismaning Open geworden für Rudi Molleker, den Schützling von Davis-Cup-Coach Michael Kohlmann. Drei Matches gewonnen, dann dem an Position zwei gesetzten Tschechen Marek Jaloviec in zwei Sätzen unterlegen: Die Bilanz wird ordentlich ausfallen, ganz zufrieden wird sich der ehrgeizige Molleker wohl nicht zeigen. Michael Kohlmann registriert indes die Fortschritte des 15-Jährigen, für den in den kommenden Wochen Turniere auf der Junioren-Ebene anstehen: Die Startberechtigung für die nächstjährigen Grand-Slam-Turniere soll gesichert werden.

Mehrere Etagen höher beobachtet Kohlmann das Wirken jener Spieler, die für einen Start Anfang 2017 gegen die belgische Auswahl in Frage kommen.Philipp Kohlschreiberhat sein Comeback nach kurzer Verletzungspause mit dem Halbfinale in Moskau fortgeführt,Alexander Zverevin Stockholm mit exakt demselben Ergebnis seine Kampagne 2016 beendet. „Philipp hat in Asien zweimal eine unangenehme Auslosung gehabt“, erklärt Kohlmann im Gespräch mitsportradio360.de. „Aber es geht ihm gesundheitlich gut und er trainiert gut.“

Stärker nach Pausen

„Wenn Sascha Zverev genauso wieder kommt wie nach der Pause nach den US Open, nämlich mit einem Turniersieg, dann hat er alles richtig gemacht“, so Kohlmann weiter.  Zverev, der in den Planungen für 2017 natürlich eine zentrale Rolle für das deutsche Team spielt, werde sich in der Aufbauphase womöglich ein paar mehr Muskeln antrainieren, aber nur in überschaubarem Maß. „Er hat die perfekten Leute an seiner Seite, die werden alles richtig machen.“ Wenn Zverev nun weiterspielen würde, wären das sieben Wochen am Stück im Turnierstress, das vorgezogene Saisonende sei auf jeden Fall nachvollziehbar.

„Man muss die Kategorien von Spielern unterscheiden: diejenigen, die um die Qualifikation für das Masters spielen, sind sicher noch griffig“, erläutert Kohlmann, angesprochen auf die augenblickliche Phase auf der ATP-Tour. Für andere gehe es noch um den Platz im Hauptfeld in Australien, Motivation sei also noch ausreichend vorhanden. Auch beim Weltranglisten-ErstenNovak Djokovic? „Ich habe so viele Spieler zu betreuen, da kann ich mir um den nicht auch noch Sorgen machen.“

von tennisnet.com

Sonntag
23.10.2016, 11:28 Uhr