Nach Eklat wegen Platzbedingungen – Strafe für Chile

Die Geschehnisse bei der Davis-Cup-Partie zwischen Chile und Kolumbien haben ein Nachspiel.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 26.08.2016, 08:29 Uhr

PEREIRA, COLOMBIA - SEPTEMBER 18: Santiago Giraldo of Colombia reacts during the Davis Cup World Group Play-off singles match between Santiago Giraldo of Colombia and Taro Daniel of Japan at Club Campestre on September 18, 2015 in Pereira, Colombia. ...

Die Davis-Cup-Partie zwischen Chile und Kolumbien im Juli endete im Eklat,weil sich Santiago Giraldo wegen der Platzbedingungen in Inquique weigerte weiterzuspielen und disqualifiziert wurde.„Meine Prinzipien hätten mir es nicht erlaubt, auf dem Platz zu bleiben”, sagte der Kolumbianer hinterher. Chile ging dadurch uneinholbar mit 3:1 in Führung und feierte ausgelassen den Einzug ins Play-off, das Mitte September ausgetragen wird. Doch die Sache hat ein Nachspiel und zeigt, dass Giraldo mit seiner Kritik richtig lag. Denn der chilenische Tennisverband wurde nun wegen ungeeigneter Platzbedingungen zu einer Geldstrafe von 55.000 US-Dollar verdonnert.

„Das Davis-Cup-Komitee der ITF hat sich zu einer Sanktion von 55.000 US-Dollar wegen Irregularitäten entschieden. Es beinhaltet 15.000 US-Dollar als Strafe und 40.000 US-Dollar als teilweise Einbehaltung eines Bonus“, heißt es in einem Statement des kolumbianischen Tennisverbandes, das sich noch das Recht vorbehält, gegen die Wertung der Partie Protest einzulegen, da der Schiedsrichter weiterspielen ließ. Selbst Chiles Team um Assistenztrainer Marcelo Rios war alles andere als erfreut über die Zustände in Inquique.In einem gemeinsamen Brief an den chilenischen Tennisverband heißt es: „Wir sind die Schande seit mehr als 25 Jahren.“Rios hat inzwischen seine Job als Assistenztrainer niedergelegt.

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26.08.2016, 08:29 Uhr