Davis Cup Roundup: Schweden schlägt Nicolas Massus Chile - Sensation in Japan perfekt

Nicolas Massu hat als Kapitän der chilenischen Davis-Cup-Mannschaft eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Ecuador feiert hingegen den ersten Sieg in der Davis-Cup-Weltgruppe seit 1985.

von Lukas Zahrer
zuletzt bearbeitet: 07.03.2020, 23:45 Uhr

Chile war auswärts in Stockholm ohne dem gesperrten Nicolas Jarry und dem Top-30-Mann Cristian Garin angetreten. Nach einem 1:1 am Freitag sorgte Routinier Robert Lindstedt mit Markus Eriksson mit einem Zweisatzsieg über Marcelo Tomas Barrios Vera und Alejandro Tabilo für das 2:1, Mikael Ymer machte dann den Sack zu.

Der 21-Jährige besiegte Tabilo, der im Ranking 106 Plätze hinter Ymer (No. 67) liegt, mit 3:6, 7:5, 6:3. Damit ist die Mannschaft von Kapitän Robin Söderling erstmals bei den Davis Cup Finals im November in Madrid vertreten. Es war bereits der achte Sieg in den letzten neun Ländervergleichen für die Schweden. 

"Erfahrung half uns, weil ich in dieser Situation schon sehr oft war", sagte der 42 Jahre alte Lindstedt. "Heute waren gefühlt Venus, Jupiter und Mars allesamt auf Linie. Wenn du Matches wie diese spielst, fällt ein Karriereende umso schwerer." Lindstedt ist aktuell der zweitälteste Spieler im Doppel-Ranking der ATP, hinter dem 45 Jahre alten Leander Paes.

Ecuador mit historischem Sieg über Japan im Finale

Ebenfalls eine Premiere feiert Ecuador. Die Südamerikaner sind erstmals beim Davis Cup Finale dabei, qualifiziert haben sie sich mit einem staubtrockenen 3:0-Sieg in Japan. Gonzalo Escobar und Diego Hidalgo sorgten bei der Sensation für den entscheidenden dritten Punkt im Doppel. Sie besiegten Ben McLachlan und Yasutaka Uchiyama 7:6, 6:3 und lösten vor leeren Rängen in Kobe für den lupenreinen Auswärtssieg.

Zuletzt gewann Ecuador vor 35 Jahren eine Begegnung in der Weltgruppe, damals schlug man Argentinien 4:1. Freilich wurde in den 80er-Jahren aber noch in einem anderen Format gespielt.

Bereits am Vormittag (MEZ) fixierte John Millman mit einem Sieg über drei Tiebreak-Sätze gegen Thiago Monteiro für das Final-Ticket für Australien, nachdem John Peers und James Duckworth im Doppel unterlagen und die Begegnung noch einmal spannend machten. Millman sorgte bereits am Freitag mit einem fulminanten Comeback für Ekstase in Adelaide.

Auch Kroatien ging mit einem 2:0-Vorsprung in den Samstag, musste sich aber im Doppel geschlagen geben. Leander Paes und Rohan Bopanna verkürzten für Indien in Zagreb, ehe Marin Cilic gegen Sumit Nagal nur ein einziges Game abgab und den Sack zumachte.

Völlig schadlos hielten sich die Italiener, die Südkorea mit 4:0 abservierten. In Cagliari gaben die Hausherren keinen einzigen Satz ab, Simone Bolelli und Fabio Fognini holten den entscheidenden Punkt im Doppel.

Bereits vor der Qualifikationsrunde fix für das Finale qualifiziert waren waren Titelverteidiger Spanien, mit Kanada, Großbritannien und Russland die übrigen Halbfinalisten von 2019 sowie Frankreich und ATP-Cup-Gewinner Serbien jeweils per Wildcard.

Die Ergebnisse im Überblick:

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von Lukas Zahrer

Samstag
07.03.2020, 21:00 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.03.2020, 23:45 Uhr