Dominic Thiem auf den Spuren von Danny Ocean

Dominic Thiem lädt zum Showdown in Kitzbühel. Gael Monfils hat für „Thiem´s Seven“ von 7. bis 11. Juli bereits zugesagt. Österreichs Nummer eins eifert großen Vorbildern nach.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 03.06.2020, 09:43 Uhr

Dominic Thiem begnügt sich zunächst mit sieben Gästen
© GEPA Pictures
Dominic Thiem begnügt sich zunächst mit sieben Gästen

Der geneigte Asterix-Leser weiß: „Bis repetitia non placent.“ Gut, es war natürlich der große Julius Cäsar, der diese Weisheit unnachahmlich für sich vereinnahmt hat (auch wenn sie ursprünglich wohl von Horaz stammt, einem der am meisten gefürchteten Verbal-Aufschläger der Antike). Wiederholungen gefallen also nicht, sprach Cäsar. Nicht wissend, dass etwas mehr als 2000 Jahre nach seinem abrupten Ableben Steven Soderbergh um die Ecke kommt und mit „Ocean´s Eleven“ ein Re-Make der Extraklasse (das Original stammt aus dem Jahr 1960) auf die Leinwand zaubert.

Danny Ocean, in der neuen Fassung gespielt von George Clooney, versammelt also elf Kameraden um sich, um einen Casino-Mogul in Las Vegas um sein nicht wohlverdientes Vermögen zu bringen. Bei Dominic Thiem wird es immerhin zu sieben gereicht haben - das Casino Kitzbühel sollte dennoch sicher sein.

Thiem begrüßt sieben Kollegen in Kitzbühel

Am Fuße des Kitzbüheler Horns allerdings sollen zwischen 7. und 11. Juli die Tennisbälle in Weltklasse-Manier fliegen, Garant dafür ist schon der Gastgeber von „Thiem´s Seven“. Nicht zu verwechseln mit den „Glorreichen Sieben“, erstmals in den deutschsprachigen Kinos im Jahr 1961. Yul Brynner hat damals den Takt vorgegeben, internationale Superstars wie Steve McQueen, Charles Bronson und James Coburn sind gerne gefolgt, auch Deutschlands damaliger Export-Artikel Nummer eins, Horst Buchholz (beinahe unvergessen als Chico). Das Problem mit dieser feinen Gesellschaft allerdings: Zwei Vierergruppen, wie im Konzept von Dominic Thiem vorgesehen, wären mit den sieben Cowboys nicht zu bilden gewesen.
 

Apropos Charles Bronson: Der war auch Teil des „Dreckigen Dutzends“, vielleicht eine Nachfolge-Idee, sollte sich „Thiem´s Seven“ erwartungsgemäß als Erfolg entpuppen. Dominic könnte auch hier die Rolle des emotionalen und faktischen Anführers übernehmen, im Original-Kinofilm von 1967 war Lee Marvin so frei. Kandidaten für ein mit allen Wassern gewaschenes Dutzend gibt es auch aktuell, vielleicht muss aber auch Brad Gilbert zu einem Spontan-Comeback überredet werden, Jeff Tarangos Nummer sollte sich Dominic für den Fall der Fälle ebenso mal raussuchen.

Federer und Zverev wie einst Moore und Curtis

Die absolute Meisterklasse haben im vergangenen Herbst im Übrigen Roger Federer und Alexander Zverev demonstriert - bei ihrer Lustreise durch Mittel- und Südamerika mit einem abschließenden Abstecher nach China. Das hatte schon sehr viel von „Die 2“ mit Roger Moore und Tony Curtis, von der es zum Leidwesen der Fans zwischen 1970 und 1971 nur 24 Episoden gab.

Diese Anzahl an Showmatches haben Federer und Zverev naturgemäß nicht erreicht. Für Dominic Thiem kommt für eine derartige Zweier-Reise aber ohnehin nur ein Kollege in Frage: Dennis Novak, neuerdings ja auch stolzes Mitglied der besten 100 Spieler der Welt.

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Mittwoch
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zuletzt bearbeitet: 03.06.2020, 09:43 Uhr

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