Yevgeny Kafelnikov glaubt nicht an eine Verschwörung des Westens

Der French-Open-Sieger von 1996 äußert sich zu den Doping-Vorwürfen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.07.2016, 09:19 Uhr

HALLE, GERMANY - JUNE 04: during the Warsteiner Champions Trophy of the Gerry Weber Open at the Gerry Weber stadium on June 4, 2011 in Halle, Germany. (Photo by Thomas Starke/Bongarts/Getty Images)

Vor wenigen Tagen hat der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne die Sperre für die russischen Leichtathleten, ausgesprochen von deren Dachverband IAAF, wegen Verdachts auf flächendeckendes Doping bestätigt. Das IOC wiederum hat einem generellen Ausschluss aller russischen Athleten von den Spielen in Rio am Sonntagnachmittag eine Absage erteilt. Die ITF hatte daraufhin in einer Erklärung verlautbart, dass die sieben für Olympia vorgesehenen Tennisspieler ausreichend oft negativ auf verbotene Substanzen getestet wurden, einem Start in wenigen Tagen nichts im Wege stünde. In den russischen Medien wird dies womöglich als Erfolg gefeiert, schließlich hat das IOC darüber hinaus noch beschlossen, jener Dame, die durch ihre mutigen Enthüllungen die ganze Affäre erst ins Rollen gebracht hat, Julia Stepanova, keine Starterlaubnis unter neutraler Flagge erlaubt.

Dem Bericht der WADA, die das politisch unterstütze Dopingsystem in Einzelheiten beschrieben hat, wird indes nicht widersprochen. Ein Mann, der hinsichtlich der aufgedeckten Machenschaften rund um die Olympischen Winterspiele in Sotchi nicht an Verschwörungstheorien des Westens glaubt, ist die ehemalige Nummer eins der Welt,Yevgeny Kafelnikov. „Ich tendiere nicht dazu, zu glauben, dass alle Beschuldigungen gegen die russischen Athleten Erfindungen unserer westlichen Gegner sind“, erklärte Kafelnikov gegenüber dem Portal „Sport Express“, allerdings schon vor Bekanntgabe der Entscheidung des IOC. „Ich will nicht daran glauben, aber es ist notwendig. In den letzten Tagen habe ich immer wieder davon gelesen, dass das alles ein politischer Plan des Westens ist. Daran glaube ich nicht. Das wäre eine zu einfache Erklärung.“

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