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Elina Svitolina schwärmt von Monfils: "Magier"

Elina Svitolina hat für ihre Tochter Skai einen bewegenden Brief geschrieben: Über Gael Monfils - “deinen Vater, den Magier”.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 24.05.2026, 21:55 Uhr

Elina Svitolina, Gael Monfils
© Getty Images
Elina Svitolina, Gael Monfils

Monfils wird zum Ende der laufenden Saison seine Laufbahn beendet - und ein emotionaler Abschied steht nun schon an: der bei den French Open. 

Vorm Start hat Ehefrau Elina Svitolina nun bewegende Worte für ihren Ehemann gefunden, gerichtet an die gemeinsame Tochter Skai, abgedruckt in The Players Tribune." 

Andere Spieler hätten vielleicht größere Erfolge gefeiert, Grand-Slam-Turniere gewonnen, die Nummer 1 erklommen. Aber da müsste man immer viel erklären. Bei Monfils hingegen? Reiche oft ein Schlag.  “Denn dein Vater hat es in nur einem einzigen Moment geschafft, was meiner Meinung nach nur wenige Sportler jemals erreichen. Er konnte bei den Menschen Gefühle wecken. Fast so, wie bei einem Konzert, wenn ein Song einfach perfekt ist, oder im Kino, wenn ein Satz einfach perfekt ist, und man dieses Gefühl hat: ‘Oh mein Gott. WOW.’ Es raubt einem den Atem.” Pure Magie teilweise - “und dein Vater war der größte Magier”. Man habe stets das Gefühl, er führe eine Zauber-Show auf, nur für einen selbst. 

So auch beim ersten Date. Sie selbst habe Monfils als junges Mädchen vor allem aus dem Fernsehen von der Werbepappe auf einem Prince-Racket im Tennisshop gekannt. 2017 habe man sich dann kurz kennengelernt, aber sie sei zu schüchtern gewesen, mehr als “Hallo” zu sagen. Dann, 2018, nach ihrem Titel in Singapur habe man in Paris gefeiert und Monfils habe via Instagram gratuliert. Man habe sich also auf einer Party getroffen, er aber kaum geredet, allerdings den Vorschlag zu einem Kaffee am nächsten Tag unterbreitet. Am Ende des Tages habe Monfils dann ein Kartendeck ausgepackt und einen Trick vorbereitet. Mit der Frage, was er denn bekomme, wenn er die richtie Karte errate. Einen Kuss auf die Wange, so Svitolina. Und so kam es. Nur wenige Wochen später sei man zusammengezogen, drei Jahre später habe man geheiratet.

Natürlich sei eine Ehe auch “harte Arbeit”, so Svitolina. Vor allem aber in der Zeit des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine habe Monfils ihr gezeigt, was wirkliche Unterstützung sei. “Als ob es sein eigenes Land wäre, das von einer Tragödie heimgesucht wird, und als ob seine eigenen Eltern in Gefahr wären. Wir Tennisspieler, seien wir ehrlich … wir sind gut darin, allein zu sein. Aber wenn es eine schöne Erinnerung gibt, die ich aus dieser schrecklichen Zeit mitnehme, dann ist es, wie Gaël mir das Gegenteil von Einsamkeit vermittelt hat. Er hat mir das Gefühl gegeben, Teil eines Teams zu sein.”

Monfils selbst sprach in der Pressekonferenz vorm Turnierstart von dem Brief - und wie emotional er Svitolina und ihn gemacht habe. Svitolina habe ihm den Brief vorgelesen, als er von seinem Abschiedsabend in Roland-Garros zurückgekommen sei. "Wir waren beide sehr emotional. Ich war sehr berührt... Es war lustig, dass es eines der ersten Male war, dass ich sie sich so… ein bisschen öffnen sah. Das hat mich sehr tief berührt.“

Monfils spielt am Montagabend in der Night Session gegen Landsmann Hugo Gaston sein Erstrundenmatch in Roland-Garros.

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von Florian Goosmann

Sonntag
24.05.2026, 21:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.05.2026, 21:55 Uhr

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