Erfolg im Tennis durch mentale Stärke

Mentaltraining und emotionale Unterstützung sind im Tennis immer noch nicht allgegenwärtig, obwohl sie nachweislich die Leistungen der Sportler verbessern und für ein stabiles inneres Ich sorgen.

von Redaktion
zuletzt bearbeitet: 22.11.2021, 11:51 Uhr

Die Folgen dieser Lücke sind schwerwiegend. In allen Leveln des Tennissports legen Spieler Pausen ein oder brechen ihre Karrieren ab, weil sie dem Druck nicht mehr standhalten können.

Mangelnde mentale Unterstützung beim Tennis

Laut dem Blog-Artikel von Betway Wetten hat der Rücktritt von Naomi Osaka bei den French Open viele Diskussionen über den psychischen Druck im Sport und die emotionale Gesundheit von Spitzenathleten in der Sportwelt ausgelöst. Die erfolgreiche Tennisspielerin sprach offen über ihren mentalen Zustand und gestand, eine Pause zu brauchen – ein gewagter Schritt, den viele Sportler aus Angst vor Verurteilungen nicht gehen. Schwäche zu zeigen, ist in der Leistungssportwelt immer noch verpönt und wird häufig als ein Rückschritt in der Karriere betrachtet. Dabei werden auch Tennisspieler mit alltäglichen Gefühlen wie Freude, Vertrauen, Angst oder Selbstzweifel konfrontiert, haben dabei zahlreiche stressige Verpflichtungen wie Interviews und Reisen, und müssen sich gleichzeitig mit dem Leistungsdruck, den der Sport mit sich bringt, auseinandersetzen. Da kann kaum von Spielern erwartet werden, dass sie emotional und leistungstechnisch ständig auf demselben Niveau bleiben. Trotz dieser Tatsachen ist mentale und emotionale Unterstützung für viele Sportler immer noch eine Seltenheit. Besonders junge Menschen leiden darunter, die ihre Erfahrungen auf dem Tennisplatz erst machen müssen. Anfänger, die mit dem Stress im Sport nicht zurechtkommen, beenden frühzeitig ihrer Karriere und verschwinden daher oftmals trotz Talent und Leistung von der Bildfläche.

Warum ist mentale Stärke für den Erfolg so wichtig?

Dies muss allerdings gar nicht so sein, denn mit entsprechendem mentalem Training und emotionaler Unterstützung kann sich ein Sportler für den hohen Leistungsdruck wappnen. Basis des Mentaltrainings eines Sportlers ist der bewusste Einsatz von kognitiven Strategien, um die Bewegungsabläufe auf dem Tennisplatz zu optimieren. Dafür werden die Bewegungen wiederholt und intensiv im Kopf durchdacht, ohne diese zwingend physisch durchzuführen. Der Sport wird also im Kopf getrieben. Darüber hinaus werden die Konzentration, Motivation, Achtsamkeit und mentale Stärke des Sportlers durch bestimme Techniken wie Meditation, autogenes Training oder Atemübungen geschult. Ziel der Übungen sind nicht nur die Leistungssteigerung, sondern auch die Minimierung des Verletzungsrisikos, das Schaffen einer inneren Ruhe in Stresssituationen sowie die rasche Verarbeitung von Leistungsschwächen und Niederlagen.

Ein besonders wichtiger Teil des mentalen Trainings sind auch sogenannte Selbstinstruktionen. Sportler trainieren, sich selbst zu bestärken, um an Wettbewerben die Bestleistung aus sich herausholen zu können. Fehlt dieses Training, reagiert das Gehirn jenseits seiner Komfortzonen häufig mit Angst, Panik und übermäßiger Adrenalinausschüttung, was innerlich Kampf- oder Fluchtreaktionen auslöst und die Konzentration des Spielers beeinträchtigt. Infolgedessen ist er nicht in der Lage, die Höchstleistung in bedeutenden Wettkämpfen wie beim Grand Slams hervorzuholen. Mentales Training ist aber nicht nur auf dem Tennisplatz hilfreich, denn es trainiert auch die emotionale Stärke, damit Spieler besser mit dem öffentlichen Druck zurechtkommen, das Privatleben besser meistern sowie Niederlagen und Tiefphasen emotional stabil überstehen können.

Fazit ist, mentale und emotionale Unterstützung im Sport verbessert die Lebensqualität aller Sportler. Denn das Training wappnet sie mit mentalen Strategien, die dabei helfen, die Leistung zu optimieren, Krisensituationen bei Wettkämpfen zu bewältigen und auch bei Tiefphasen der Karriere die innere Stabilität zu wahren. Trotz dieser Vorteile ist professionelle mentale Unterstützung keine Selbstverständlichkeit auf dem Tennisplatz. Dank Naomi Osakas Offenheit über ihren psychologischen Zustand wird diese Lücke im Sport erneut zur Debatte gestellt und lässt auf Veränderungen in der Zukunft hoffen.

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15.11.2021, 11:51 Uhr
zuletzt bearbeitet: 22.11.2021, 11:51 Uhr