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Erste Bank Open: Sensationeller Jurij Rodionov schlägt Denis Shapovalov

Große Überraschung zum Abschluss des ersten Spieltags der Erste Bank Open. Lokalmatador Jurij Rodionov besiegte den Weltranglisten-12. Denis Shapovalov nach einer beeindruckenden Vorstellung mit 6:4 und 7:5.

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 27.10.2020, 11:14 Uhr

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Jurij Rodionov präsentierte sich gegen Denis Shapovalov in blendender Verfassung
Jurij Rodionov präsentierte sich gegen Denis Shapovalov in blendender Verfassung

Von Michael Rothschädl aus der Wiener Stadthalle

"Ich werde mein letztes Hemd geben, um alle stolz zu machen", hatte Jurij Rodionov angesichts seines ersten Auftritts im Hauptfeld der Erste Bank Open gemeint. In diesem Teilnehmerfeld sei er gegen jeden Spieler Außenseiter, auch und insbesondere gegen Auftaktgegner Denis Shapovalov, für den es in Wien auch um die erstmalige Qualifikation für die ATP-Finals der acht besten Spieler der Saison geht. 

Dementsprechend ambitioniert startete Denis Shapovalov in diese Partie, ging gewohnt hohes Tempo von der Grundlinie. Und zwang Rodionov damit, selbst viel Risiko zu nehmen. Dieser riskierte vor allem mit dem Aufschlag in der Anfangsphase der Partie viel: Das ging im ersten Game bei einem Ass mit dem zweiten Aufschlag gut, im nächsten Aufschlagspiel unterliefen dem Österreicher aber zwei Doppelfehler - Shapovalov schaffte das frühe Break. 

Rodionov schafft den Turn-Around

Von Aufgeben war daraufhin aber keine Spur beim jungen Österreicher, der in den nächsten beiden Games einige Halbchancen vorfand, diese aber nicht nutzen konnte. Besser lief es dann aber im nächsten Aufschlagspiel des Kanadiers, Rodionov schaffte das Break und ging wenig später mit eigenem Aufschlag in Führung. Damit nicht genug, auch im nächsten Service-Game seines kanadischen Kontrahenten konnte der Österreicher Akzente setzen und fand Satzball vor. Als der gebürtige Nürnberger diesen auch verwandeln konnte, stand die Wiener Stadthalle zum wiederholten Male an diesem Tage Kopf. 

Rodionov nahm diesen Schwung auch in den zweiten Satz mit, spielte sehr aggressiv und suchte immer wieder den Weg ans Netz. Sein Gegner Shapovalov hingegen agierte besonders beim zweiten Aufschlag äußerst unsicher, streute über die gesamte Spieldauer immer wieder Doppelfehler ein. Im zweiten Durchgang blieben beide Spieler bei eigenem Aufschlag aber deutlich ungefährdeter als noch im ersten Satz, bis zum Stand von 6:5 für Jurij Rodionov gab es keine Breakchancen zu verzeichnen. 

Dann aber flatterten die Nerven bei Denis Shapovalov. Der Kanadier startete mit einem fürchterlichen Volleyfehler in dieses Aufschlagspiel und sah sich nach einem Doppelfehler mit einem 0:30 konfrontiert. Nach einem weiteren Fehler des Weltranglisten-12. gab es plötzlich drei Matchbälle für Jurij Rodionov, der seinen ersten auch zu verwerten wusste. Es ist dies der größte Sieg in der noch jungen Karriere des Österreichers. 

Dominic Thiem am Dienstag im Einsatz

"Es ist ein unglaubliches Gefühl, ich war überglücklich, als ich den Draw gesehen habe, gegen einen so guten Spieler spielen zu dürfen. Es war ein unglaubliches Erlebnis für mich, ich bedanke mich bei allen, die darin involviert waren", so der Österreicher im On-Court-Interview. "Er hat angefangen wie die Eisenbahn, ich konnte meinen Rythmus nicht finden. Dann habe ich aber gemerkt, dass der Niveau-Unterschied gar nicht so groß ist, woraufhin ich ihn etwas nerven wollte. Gegen Ende des ersten Durchgangs habe ich dann gemerkt, dass er sich nicht so wohl fühlt und mir gedacht, wenn ich irgendwann einmal in Wien gegen einen Top-20-Spieler gewinnen will, dann ist doch heute ein guter Tag." 

Am morgigen Dienstag wird auch die Nummer eins Österreichs ins Turniergeschehen einsteigen. Im dritten Match nach 14:00 Uhr trifft Dominic Thiem, der als Titelverteidiger in die Erste Bank Open geht, auf Vitaliy Sachko, der für Kei Nishikori ins Feld gerückt war. Auch Novak Djokovic und Stan Wawrinka werden am Dienstag in der Wiener Stadthalle aufschlagen. 

Hier geht´s zum Draw der Erste Bank Open. 

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