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Erste Bank Open: Stefanos Tsitsipas - Er will doch nur spielen

Stefanos Tsitsipas geht als Favorit in die Erste Bank Open 2021. Mit dem von ihm inspirierten „Red Bull BassLine“ Event am Freitagabend wollte der Grieche vor allem eines: Spaß haben. Heute trifft Tsitsipas in der Wiener Stadthalle auf Grigor Dimitrov (ab ca. 15:30 Uhr live bei ServusTV und in unserem Matchtracker).

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 26.10.2021, 09:15 Uhr

Stefanos Tsitsipas - Innovator, kein Revoluzzer
© GEPA Pictures
Stefanos Tsitsipas - Innovator, kein Revoluzzer

Vom äußeren Auftreten her taugt Stefanos Tsitsipas fast klischeehaft zum Revoluzzer oder Erlöser, zweiteres bringt ersteres ja manchmal mit sich. Wer gedacht hat, dass das Kurz-Turnier „Red Bull BassLine“ am Freitagabend auf dem #glaubandich Court eine Ansage an das Tennis-Establishment gewesen sei, den musste der Grieche bei seiner Pressekonferenz vor Beginn der Erste Bank Open 2021 allerdings enttäuschen. Letztlich sei es bei der Veranstaltung nur darum gegangen, Spaß zu haben.

Dieser scheint Stefanos Tsitsipas in den vergangenen Monaten ein wenig verloren gegangen zu sein. Zumindest auf dem Court. Was auch an seiner Arbeitseinstellung liegen mag - Halbgas kennt der Mann aus Athen nicht. Und dann hat Tsitsipas auch noch den Unmut vieler Fans und Experten auf sich gezogen - durch etwas längere Toilettenpausen zu taktisch günstigen Zeitpunkten. Allerdings: Wenn er die Platz-Absenzen als taktisches Stilmittel einsetzen wollte, so Tsitsipas, dann hätte er dies ja auch schon viel früher in seiner Karriere gemacht. Die gute Nachricht: In Indian Wells nahm sich die Nummer eins von Wien keine einzige Pause. Und über seinen Gang in die Umkleidekabine in Toronto, als er den ersten Satz gegen Casper Ruud nach etwas mehr als 20 Minuten für sich entschieden hatte, konnte Tsitsipas nun auch ein wenig schmunzeln.

Tsitsipas und Lopez im Doppel weiter

Die Spielzeit 2021 war die bislang wohl beste in der Karriere von Stefanos Tsitsipas. Auch wenn der Sieg bei den ATP Finals 2019 der mit 1.500 Zählern am höchsten dotierte war. Aber: In Monte Carlo gewann Tsitsipas erstmals ein Event der Masters-1000-Serie, in Roland Garros führte er gegen Novak Djokovic im Endspiel mit 2:0-Sätzen. Und verlor die Partie bekanntlich dennoch. Das war zum einen den überragenden Comeback-Qualitäten des Branchenprimus geschuldet. Aber auch dem Umstand, dass Stefanos Tsitsipas in diesem Jahr manchmal der Killerinstinkt gefehlt hat.

Den wird er in Wien gleich von Beginn an brauchen. Denn mit Grigor Dimitrov wartet ein mann, der in Indian Wells überraschend weiter gekommen ist als Tsitsipas. Dimitrov verlor in der Vorschlussrunde gegen den späteren Champion Cameron Norrie, Tsitsipas schon davor gegen Nikoloz Basilashvili. Diese Niederlage habe er abgehakt, sagte Tsitsipas nun in Wien. Jene gegen Carlos Alcaraz vom Kurzturnier am Freitag fällt ohnehin nicht weiter ins Gewicht.

Dass auch beim Perfektionisten Stefanos Tsitsipas noch Raum zur Improvisation bleibt, beweist die Auswahl seines Doppel-Partners: Er habe mit Feliciano Lopez beim Laver Cup gemeinsam trainiert. Und so sei diese Paarung zustande gekommen. Am Montag hat es schon zum ersten Sieg gereicht: Lopez/Tsitsipas schlugen Ivan Dodig und Marcelo Melo mit 10:8 im Match-Tiebreak, brachten dabei die Halle am Heumarkt zum Beben. Diesmal ganz ohne Musik im Hintergrund.

Hier das Einzel-Tableau in Wien

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