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1. Grand-Slam-Hauptfeld-Sieg – Premiere für Viktorija Golubic

Die Schweizer Nummer vier meistert in Roland Garros nach der Qualifikation auch ihre erste Hauptrunden-Aufgabe.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.05.2016, 22:26 Uhr

Viktorija Golubic

Viele Jahre kannte Viktorija Golubic die French Open nur aus dem Fernsehen. Sie war eine eifrige Zuschauerin, ein glühender Fan der Rutschpartien im roten Sand. Sie schaute stundenlang: Federer , Wawrinka , Hingis . Und nun, in der Saison 2016, ist sie auf einmal selbst mittendrin im Grand-Slam-Geschehen nahe des Bois de Boulogne, eine der Hauptdarstellerinnen. Nicht nur das: Eine erfolgreiche Qualifikantin ist sie auch, und seit Sonntag zum ersten Mal in ihrer noch jungen Karriere auf Tour-Niveau auch eine Matchgewinnerin bei einem der vier kostbaren "Major"-Wettbewerbe. "Es ist schon ein traumhaftes Gefühl", sagte Golubic nach ihrer Pariser 6:2,-1:6, 6:2-Achterbahnfahrt mit Happy End gegen die höher klassierte US-Amerikanerin Alison Riske (WTA 92). "Einfach nur froh" sei sie, so Golubic, (23) "dass ich dieses Match so überstanden habe. Es war schon auch ein Nervenspiel."

Golubic, so etwas wie die Schweizer Entdeckung dieser Saison, kann sich nun auf ein Gastspiel auf einem der prominenteren Roland-Garros-Courts freuen - denn in Runde zwei trifft sie nun auf die letztjährige Finalistin Lucie Safarova (Tschechien, WTA 13). "Da gehe ich ohne Druck rein. Lucie ist sicher klar favorisiert", sagte Golubic. Allerdings dürfte die couragierte Zürcherin keinesfalls ohne Chancen gegen die langjährige Top-Ten-Spielerin sein, schließlich ist Safarova nach mehreren Verletzungspausen in den letzten Monaten nicht in jener starken Form, die sie vor zwölf Monaten ins Endspiel gegen Serena Williams getragen hatte.

"Tag, an den ich mich noch länger zurückerinnern werde"

Nach den souveränen Qualifikationssiegen gegen Michaela Krajicek , Tereza Smitkova und Andreea Mitu war Golubic bei ihrem ersten Hauptfeld-Match in Paris die Selbstsicherheit deutlich anzumerken - auch wenn sie Probleme hatte, ihre Aufschlagspiele durchzubringen. Weil die Amerikanerin Riske aber erst recht Nerven zeigte bei den Servicegames, ging Satz eins mit 6:2 an Golubic. Im zweiten Satz dieses Break-Festivals kassierte Golubic drei Aufschlagverluste und verlor glatt mit 1:6.

Aber was sie oft in diesem Jahr auszeichnete, nicht zuletzt auch in Fed-Cup-Partien, diese Hartnäckigkeit und Unverdrossenheit in schwierigen Matchsituationen, das zeigte sie dann auch im Entscheidungsakt. Mit den Breaks zum 3:2 und 5:2 bog sie auf die Siegerstraße ein, feierte dann überglücklich den Sieg. "Es ist ein Tag, an den ich mich noch länger zurückerinnern werde", sagte sie. Und konnte auch noch froh und zufrieden sein, den Erfolg vor den frustrierenden Wetterkapriolen nach Hause gebracht zu haben.

Hier die Auslosungen und Ergebnisse von den French Open: Einzel , Doppel , Einzel-Qualifikation .

Hier der Spielplan.

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Dienstag
24.05.2016, 22:26 Uhr