Kein Blick zurück im Zorn – Timea Bacsinszky mit vollem Elan nach Paris

Als Nummer neun der Weltrangliste kehrt Timea Bacsinszky als Mitfavoritin nach Paris zurück.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 21.05.2016, 13:13 Uhr

INDIAN WELLS, CA - MARCH 18: Timea Bacsinszky of Switzerland waves in her match against Serena Williams of USA during day ten of the BNP Paribas Open tennis at the Indian Wells Tennis Garden on March 18, 2015 in Indian Wells, California. (Photo by ...

Natürlich hatTimea Bacsinszkydas alles noch genau vor Augen. Das Halbfinale bei den French Open, die sensationelle 6:4,-3:2-Führung gegenSerena Williams.Die seltsamen Mätzchen der Amerikanerin,ihre scheinbaren Leiden und Schmerzen.Den Umschwung in der Partie, die dramatische Wende. Die Niederlage am Ende, den zu null verlorenen dritten Satz. Ein Jahr später ist nichts vergessen. Aber das Spiel ist vorbei für Bacsinzky, dieses größte Spiel in ihrer Karriere. Es ist abgehakt, erledigt, abgebucht. Es gibt keinen Blick zurück im Zorn, keine Wut über die verpasste Chance. Nur dies: „Es war ein wunderbarer Moment für mich. Auf dieser großen Bühne. Du musst halt auch ein solches Drama im Sport verkraften. Das ist Sport“, sagt Bacsinszky.

Nun kommt Bacsinszky nicht mehr als Außenseiterin, als exotische Comeback-Erscheinung nach Paris. Sondern als Teil des Establishments. Sie ist die Nummer neun der Weltrangliste – und zweifellos eine, die zu beachten ist bei diesem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres 2016. „Ich gehe konzentriert, aber auch mit einer Portion Lockerheit ins Turnier“, sagt Bacsinszky. Fitter, drahtiger, einfach besser aufgestellt als Profispielerin fühle sie sich, meint Bascinszky, „gerade die letzten zwölf Monate bedeuteten einen großen Sprung nach vorn für mich.“ Bacsinszky kämpfte sich dabei auch durch lästige Verletzungspausen hindurch, überzeugte in der unmittelbaren Vorbereitung auf Roland Garros mit dem Viertelfinal-Einzug in Rom. „Ich bin sicher, dass sich niemand in Paris wünscht, gegen Timea zu spielen“, sagt Fed-Cup-Chef Heinz Günthardt, „ich bin auch überzeugt, dass sie ein sehr gutes Resultat holen wird.“

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21.05.2016, 13:13 Uhr