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French Open: Können Buse, Navarro, Tien auch in Paris performen?

Die Champions der vergangenen Turnierwoche haben rechtschaffen wenig Zeit, um sich bei den French Open in Paris einzugrooven.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 24.05.2026, 09:21 Uhr

Ignacio Buse mit seiner ersten Siegertrophäe auf der ATP-Tour
© Witters
Ignacio Buse mit seiner ersten Siegertrophäe auf der ATP-Tour

Selbst jüngere Sportfreunde werden sich erinnern: Als das peruanische Davis-Cup-Team vor wenigen Wochen gegen Deutschland antreten musste, da war Ignacio Buse noch nicht fit genug für einen Einsatz im Einzel. Und jetzt kommt Buse als Sieger des größten deutschen Sandplatz-Events nach Paris. 500 Punkte in Hamburg, der erste Titel überhaupt, das könnte doch Schwung für das zweite Major des Jahres geben. 

Die Frage ist aber: Reicht die Zeit zur Eingewöhnung? Denn eigentlich wäre Ignacio Buse ein Kandidat für eine Überraschung in Runde eins. Denn da geht es gegen den bekannt launenhaften Andrey Rublev. Nach den Anstrengungen am Rothenbaum ist Buse hier aber wohl noch mehr in der Außenseiterrolle als er es ohnehin schon gewesen wäre. 

Besser ein Turniersieg in Genf als ein Achtelfinale in Paris?

Learner Tien wiederum hat in Genf reüssiert. Und hat in Roland-Garros mit Cristian Garin eine potenziell sehr zähe Aufgabe vor sich. Danach könnte schon bald Flavio Cobolli warten. Aber auch für den US-Amerikaner gilt: Besser ein Turniersieg in Genf als ein Achtelfinale in Paris (das Preisgeld mal ausgeklammert). 

Bei den Frauen hat sich in Strasbourg Emma Navarro nach einer bislang verkorksten Saison eindrucksvoll zurück gemeldet. Die US-Amerikanerin geht allerdings ungesetzt in die French Open 2026, trifft in Runde eins auf Janice Tjen. Und nicht vergessen wollen wir auch Victoria Mboko, die von Navarro geschlagene Finalistin. Die junge Kanadierin geht als Nummer neun in das Sandplatz-Highlight. Und hat mit Nikola Bartunkova keine einfache Aufgabe gezogen. 

Aber gut: Gerade bei den Männern haben ja Dominic Thiem und Casper Ruud in jüngerer Vergangenheit gezeigt, dass eine lange Turnierwoche vor Paris kein Grund sein muss, am Bois de Boulogne schlecht abzuschneiden. 


 

von Jens Huiber

Sonntag
24.05.2026, 11:36 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.05.2026, 09:21 Uhr