tennisnet.comATP › Grand Slam › French Open

Roland Garros 2016 passt ins Bild – Die Elitegruppe schwächelt weiter

So schwach wie in den ersten Monaten dieses Jahres präsentierten sich die besten Spielerinnen des Damentennis noch selten.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 31.05.2016, 20:18 Uhr

Agnieszka Radwanska

Die Regenspiele von Paris gingen am Dienstag in die unliebsame Fortsetzung. Aber beim Häppchen-Tennis zwischen nervtötenden Zwangspausen blieb tatsächlich noch genügend Zeit, umneue Episoden im chronischen Favoritinnensterbenzu schreiben. Bevor am Abend die meisten Spiele des Programms wieder einmal abgesagt und vertagt wurden, verabschiedeten sich auchSimona HalepundAgnieszka Radwanskaaus den traurigen French Open des Jahres 2016. Radwanska verspielte dabei sogar einen 6:2,-3:0-Vorsprung gegen die BulgarinTsvetana Pironkovaund erlebte im Nieselregen noch eine 6:2,-3:6,-3:6-Pleite. Nach der Wiederaufnahme des am Sonntag abgebrochenen Matches verlor die Weltranglisten-Zweite zunächst zehn Spiele in Folge.

Massive Kritik von Radwanska und Halep

Radwanska ging allerdings nicht ohnemassive Kritik an den Turniermachern und den Unparteiischen: „Wie kann es sein, dass wir bei einem Grand-Slam-Turnier unter solchen Bedingungen antreten müssen?“, fragte die empörte Polin, „das ist immerhin eins der wichtigsten Turniere der Welt.“ Auch Halep, genauso hoch gehandelt wie Radwanska, machte den Organisatoren harte Vorwürfe nach ihrer 6:7-(0),-3:6-Niederlage gegen die AustralierinSamantha Stosur: „Ich musste wirklich aufpassen, um mich nicht zu verletzen. Es war eigentlich nicht möglich, hier und heute zu spielen.“ Halep war immerhin schon einmal, 2014, im Endspiel der Offenen Französischen Meisterschaften gestanden und hatte damals gegen die RussinMaria Sharapovaverloren.

Regenchaos hin, Wetter-Turbulenzen her – der Knock-out der beiden Osteuropäerinnen fügte sich in ein übergreifendes Saisonbild im Damentennis. Denn so schwach wie in den ersten Monaten dieses Jahres präsentierte sich noch selten eine Elitegruppe des Wanderzirkus. Und auch bei den French Open sind bereits die meisten der überhaupt angetretenen Spitzenspielerinnen schon draußen – neben Halep und Radwanska auch Australian-Open-SiegerinAngelique Kerber, GeheimfavoritinVictoria Azarenkaoder die ItalienerinRoberta Vinci. Hinzu kommt das Fehlen großer Namen in Paris: Dopingsünderin Sharapova ist natürlich nicht am Start, doch insbesondereBelinda Bencicund auchCaroline Wozniackiwerden vermisst. Kurios genug: Obwohl in den Ruhestand getreten, belegt derzeit die letztjährige US-Open-GewinnerinFlavia Pennettanoch immer den zehnten Platz im Ranking – wegen zu schwacher Ergebnisse der Konkurrenz.

Die große Chance, auch für Bacsinszky

Für Vorjahres-HalbfinalistinTimea Bacsinszkyeröffnet sich so eine verlockende Chance, das dicke French-Open-Punktepolster aus 2015 zu verteidigen und womöglich noch einen Schritt weiter zu gehen – nämlich ins Finale. Wenn alles glatt liefe, müsste sich die Romande auf dem Weg dahin mit beiden Williams-Schwestern auseinandersetzen. MitVenusim Achtelfinale. Und mit FrontfrauSerenain der Runde der letzten Vier. Aber bis dahin ist es noch weit im verregneten Paris.

Hier die Ergebnisse von den French Open:Einzel,Doppel,Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

Hot Meistgelesen

21.01.2021

Wolfgang Thiem - „Wir haben weder Djokovic noch Nadal gesehen“

22.01.2021

ATP Cup: Deutschland trifft auf Serbien und Kanada, Österreich gegen Italien und Frankreich

22.01.2021

ATP Cup: Thiem gegen Lieblingsgegner und Stallkollegen

22.01.2021

Dominic Thiem im Eurosport-Podcast - "Absage wäre unfair"

21.01.2021

Craig Tiley - "Djokovic, Nadal, Thiem haben besseren Deal verdient"

von tennisnet.com

Dienstag
31.05.2016, 20:18 Uhr