Garbine Muguruza: Hartplatzkönigin - nur nicht zu großen Anlässen

Mit ihrem Sieg beim WTA-Tour-500-Turnier in Chicago am vergangenen Sonntag hat Garbine Muguruza wieder einmal gezeigt, dass sie auf Hartplatz zu den besten Spielerinnen der Welt gehört.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 05.10.2021, 12:15 Uhr

Garbine Muguruza zählt in Indian Wells zum großen Favoritenkreis
© Getty Images
Garbine Muguruza zählt in Indian Wells zum großen Favoritenkreis

Zugegeben - der Weg ins Finale des WTA-Tour-500-Turniers in Chicago war für Garbine Muguruza von überschaubarem Schwierigkeitsgrad: Nach einem Freilos startete Muguruza mit einem souveränen Sieg gegen Ann Li, danach konnte Victoria Azarenka nicht zum Achtelfinal-Match antreten. In der Runde der letzten acht spielte Muguruza gegen die japanische Qualifikantin Mai Hontama, gewann sicher. Und durfte sich danach gleich wieder einen freien Tag nehmen: Denn Marketa Vondrousova konnte zum Halbfinale nicht antreten. Im Endspiel wartete mit Ons Jabeur dann endlich eine richtig diffizile Aufgabe, die Muguruza in drei Sätzen löste.

Neun Turniersiege hat die 27-Jährige damit in ihrer Karriere gesammelt, in diesem Jahr war sie auch schon in Dubai erfolgreich. Wie in Chicago auf Hartplatz, versteht sich. Sieben Titel hat Muguruza auf diesem Belag geholt, ihre beiden größten allerdings abseits des Rebound Ace: 2016 die French Open, ein Jahr später Wimbledon.

Muguruza bei den Australian Open im Finale

Bei den beiden Majors auf Hartplatz konnte Muguruza erst einmal so richtig überzeugen: Das war Anfang 2020, wo sie im Finale der Australian Open gegen Sofia Kenin aber überraschend verlor. Anfang dieser Spielzeit war der Schützling von Conchita Martinez nah dran, in Melbourne die spätere Siegerin Naomi Osaka zu bezwingen, konnte aber zwei Matchbälle nicht verwerten. Die US Open indes sind ein Rätsel, dass die aktuell Nummer sechs der Welt bislang nicht einmal ansatzweise zu lösen wusste.

Nun steht für Garbine Muguruza der Auftritt in Indian Wells an, sie startet in der oberen Tableau-Hälfte, könnte schon früh auf Angelique Kerber treffen. Im unübersichtlichen Frauen-Zirkus ist alles möglich - vom Turniersieg bis zu einem Ausscheiden bei ihrem ersten Auftreten entweder gegen Ajla Tomljanovic oder eine Qualifikantin. Indian Wells sieht sich ja gerne als das fünfte Major im Tennissport. Vielleicht gelingt es Muguruza ja in der kalifornischen Wüste, nach Cincinnati 2017 ihren zweiten 1000er-Titel zu holen. Und das nötige Selbstvertrauen zu generieren, um Anfang 2022 endlich auch auf Hartplatz ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.

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