Herwig Straka über Dominic Thiem: "Er hat an Confidence gewonnen"

Herwig Straka traut seinem Schützling Dominic Thiem bei den bevorstehenden Turnieren einiges zu.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 14.08.2020, 14:35 Uhr

Dominic Thiem und Herwig Straka
© GEPA
Dominic Thiem und Herwig Straka

In rund einer Woche ist es für Dominic Thiem so weit: Erstmals seit seinem Viertelfinalaus beim ATP-500-Turnier in Rio de Janeiro wird der Österreicher wieder um Punkte für die Weltrangliste spielen. Schauplatz der Rückkehr wird das ATP-Masters-1000-Event von Cincinnati, welches in diesem Jahr in New York ausgetragen wird, sein.

Angesichts der monatelangen Corona-Zwangspause herrscht derzeit Rätselraten, wer sich im Big Apple am besten aus der Affäre ziehen wird. Mit Thiem, so viel scheint sicher, wird aber auf alle Fälle zu rechnen sein. Schließlich zeigte der Niederösterreicher bei zahlreichen Exhibition-Events starke Leistungen und zählt somit auch bei den beiden Turnieren in New York (Cincinnati und US Open) zu den Topfavoriten.

Thiem spielte bei Exhbitions "unglaublich"

Das weiß wohl auch Thiem-Manager Herwig Straka, der die teils grandiosen Leistungen seines Schützlings ebenfalls als beeindruckend einstufte. "Wie ich sehe, hat er schon an Confidence gewonnen - auch, weil er bei den Exhibitions unglaublich gespielt hat. Man hat gesehen, dass er ganz vorne steht. Ich hoffe, dass es nicht in eine Übersicherheit ausartet. Er hat super trainiert und sich in den Monaten menschlich weiterentwickelt. Er steht noch mehr auf eigenen Beinen", meinte Straka in einem Interview mit der APA.

Anders als Thiem selbst, der einem Triumph bei den US Open aufgrund der Absagen von Rafael Nadal und Roger Federer weniger Bedeutung beimessen würde, sieht Straka keine geminderte Wichtigkeit der diesjährigen US Open: "Es geht um einen Grand-Slam-Sieg. Ich teile nicht ganz die Meinung, dass es jetzt leichter ist, weil vielleicht ein oder zwei nicht dabei sind. Es ist wie beim Skirennen: Wenn im ersten Durchgang einer ausscheidet, ist der Sieg nicht weniger wert, man ist trotzdem Olympiasieger oder Weltmeister."

Win-Win-Situation

Zum Problem könnte allerdings der geringe Abstand von nur drei Wochen zwischen den US Open und French Open werden - sofern Thiem sich in New York bis tief in die zweite Woche vorspielt. "Wenn er in den beiden Turnieren in Amerika weit kommt, ist das schon eine Herausforderung für seine mentale Situation. Es war schon immer so, dass er, nachdem er bei einem Grand Slam weit gekommen ist, einmal ein, zwei Wochen gebraucht hat, um wieder auf normaler Temperatur zu sein. Andererseits haben jetzt alle wenig bis gar nicht gespielt. Insofern wird diese Erholungszeit wesentlich verkürzt werden. Zuzutrauen ist ihm bei beiden Grand Slams, dass er weit kommt. Jetzt hoffen wir einmal, dass er bei den US Open weit kommt", so Straka.

Sollte Thiem entgegen der Erwartungen bei den US Open früh verlieren, hätte dies gemäß Straka aber zumindest einen positiven Nebeneffekt: "Sollte er früh ausscheiden, kann er immerhin seinen Kitzbühel-Titel verteidigen. Er kann eigentlich nur gewinnen."

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von Nikolaus Fink

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