Die IPTL - Kurzer Durchhänger oder schleichendes Ende?

Die Schaukampfserie International Premier Tennis League geht in ein schwieriges drittes Jahr.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 01.12.2016, 19:29 Uhr

DUBAI, UNITED ARAB EMIRATES - DECEMBER 13: Fabrice Santoro,Ana Ivanovic,Gael Monfils,Sania Mirza,Rohan Bopanna and Cedric Pioline of the Indian Aces pose for a group shot with the trophy after becoming winners of the first IPTL Tour during the Coca...

Für überraschende Trends, vor allem aber Team-Erfolge haben die amerikanischen Journalisten und Fans einen schönen Spruch parat: "They were fun while they lasted." Gerne gebraucht für Teams wie die Cleveland Browns, eines der notorisch schlechten Teams in der National Football League - sollten diese unerwarteter Weise ihre ersten beiden Saison-Spiele gewinnen. Um dann vorhersehbar nur noch schwache Ergebnisse zu liefern. Wird man Ähnliches schon bald auch von der International Premier Tennis League behaupten? War es tatsächlich ein Spaß, solange es diese noch gegeben hat?

Die Reihen der Stars, die sich bei den von Ex-Profi Mahesh Bhupathi organisierten Schaukämpfen präsentieren, sind seit der erstmaligen Austragung 2014 jedenfalls deutlich lichter geworden. Vorangehen wird 2016 Roger Federer , womöglich immer noch der größte Tennisstar weltweit, mithin aber eben auch ein Spieler, der seit seinem Ausscheiden im Halbfinale von Wimbledon gegen Milos Raonic kein wettkampfmäßiges Match mehr bestritten hat. Flankiert wird der Schweizer dabei von Eugenie Bouchard - und erstaunlicherweise Serena Williams , die sich, wie schon im vergangenen Jahr, auf dieser Bühne zeigt, nachdem sie zuvor die WTA Finals in Singapur ausgelassen hat.

Dünnes Starterfeld

Aus der aktuellen Top-Riege der Herren haben sich nur Kei Nishikori und Tomas Berdych der Schaukampf-Serie angeschlossen, im vergangenen Jahr waren die beiden auch am Start, flankiert allerdings von Andy Murray, Rafael Nadal, Stan Wawrinka oder Milos Raonic. Weniger Spitzenspieler, weniger Teams, so lautet die einfache Rechnung, statt fünf werden nur noch vier Mannschaften um den Siegerpokal streiten. 2016 erstmals nicht in Dubai, der Standort, der vor allem bei den Veranstaltungen der ATP immer für volle Ränge bürgt.

"Das Team in Dubai war nicht in der Lage, in den letzten zwei Jahren gute Umsätze zu erzielen", erklärte Benito Perez-Barbadillo, der Kommunikations-Chef der IPTL gegenüber dem Portal " sport360.com ". "Also haben sie sich entschlossen, dieses Jahr auszulassen, an der lokalen Strategie zu arbeiten und im kommenden Jahr stärker zurückzukommen." Und dass es die IPTL auch 2017 geben soll, das steht auch für Organisator Mahesh Bhupathi nicht in Frage.

von tennisnet.com

Donnerstag
01.12.2016, 19:29 Uhr