Karriereende wegen Coronakrise? Rafael Nadal denkt nicht mal daran

Kein internationales Profitennis in 2020 - ein mittlerweile durchaus denkbares Szenario. Weder Roger Federer noch Rafael Nadal aber wollen sich hiervon ein Karriereende vorschreiben lassen.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 12.05.2020, 12:39 Uhr

Rafael Nadal musste in Acapulco einen Marathon überstehen
Rafael Nadal

Eigentlich würde Rafael Nadal aktuell mitten in liebsten Teil seiner Tennissaison stecken: auf dem Sand, mit dem Blick auf die French Open und einem 13. Sieg hier. Es kam bekanntlich alles anders - an ein Ende seiner Karriere zum jetzigen Zeitpunkt denkt Nadal aber nicht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. "Ich denke nicht einmal darüber nach", so der 33-Jährige im Gespräch mit der Tageszeitung La Voz de Galicia.

"In Spanien sind täglich 800 bis 900 Menschen gestorben. Das war eine Zeit, in der Roland Garros, Wimbledon oder die US Open gar nicht in meinem Kopf existieren. Da gab es andere Bedenken", erklärte Nadal./

Nadal: "Möglichkeit genommen, um die großen Titel zu spielen"

Natürlich habe die Coronapandemie alle Spieler um ein Jahr ihrer Karriere beraubt. Anderen sei das aufgrund von Verletzungen passiert. Und natürlich sei es in "hohem" Tennisspieleralter noch mal etwas anderes. "Jemand, der 33 oder 34 Jahre alt ist, oder 38 Jahre, wie Roger - da ist das nicht dasselbe, wie wenn das jemandem passiert, der erst 21 Jahre alt ist." Auch wenn er selbst in jungem Alter wohl nicht so empfunden hätte. "Wäre mir das mit 21 Jahren passiert, hätte ich gedacht: Was für eine Katastrophe! Aber in dem Alter hat man seine gesamte Karriere noch vor sich. Im fortgeschrittenen Alter hingegen werden einem die Möglichkeiten genommen, um die großen Titel zu spielen."

Abgesehen davon werde einem natürlich das genommen, was man tun wolle - aber das gehe nun mal allen Menschen so, nicht nur Tennisspielern. Aber, so Nadal: "Man muss verantwortungsbewusst sein und darüber nachdenken, worauf es wirklich ankommt."

Aktuell scheint noch offen, ob die French Open womöglich im Spätjahr nachgeholt werden. Der französische Tennisverband hatte Roland Garros eigenmächtig auf den 20. Sepember bis 4. Oktober verschoben, zuletzt war eine Verschiebung um eine weitere Woche nach hinten im Gespräch, auch um die Pause nach den US Open etwas zu vergrößern. Sie betrüge nach derzeitigem Stand nur eine Woche.

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12.05.2020, 20:35 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.05.2020, 12:39 Uhr

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