Keine Fans, kein Hype? Nick Kyrgios schießt gegen Sandplatzturniere

Nick Kyrgios, seit Beginn der Corona-Pandemie eher in Teilzeit auf der ATP-Tour aktiv, hat ein paar Gedanken zur gerade laufenden europäischen Sandplatz-Tour geäußert.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.07.2021, 09:47 Uhr

Nick Kyrgios - kein Freund der Asche
© Getty Images
Nick Kyrgios - kein Freund der Asche

Das werden die Veranstalter der ATP-Turniere in Gstaad, Umag, Bastad oder Kitzbühel nicht gerne gelesen haben: Nick Kyrgios, der in diesem Jahr nur bei ausgewählten Turnieren an den Start geht (zuletzt in Wimbledon verlor der Australier in Runde drei durch Aufgabe gegen Félix Auger-Aliassime, für Tokio sagte er aufgrund der fehlenden Fans ab), kommentierte die Vorschau der ATP auf die Samstags-Matches der Tour eher missmutig: „Warum wird immer noch auf Sand gespielt? Das bringt keine Fans, keinen Hype“, tweetete Kyrgios.

Interessanterweise unter einen Tweet, in dem die ATP auch die Halbfinal-Begegnungen in Los Cabos angeführt waren. Dort wird bekanntlich auf Hartplatz gespielt. Immerhin: Richard Gasquet hat den Segen von Nick Kyrgios erhalten. Der spiele schließlich um Punkte. Dass Spieler wie Casper Ruud, einer der besten auf der Tour 2021 überhaupt, oder Carlos Alcaraz, einer der hoffnungsvollsten für die Zukunft, auch noch am Start sind, hat Kyrgios geflissentlich übersehen. Vor allem mit Ruud verbindet ihn nach dem Aufeinandertreffen 2019 in Rom keine tiefe Freundschaft.

Kyrgios und die schmutzigen Schuhe

Nun ist die Abfolge der Bodenbeläge auf der Tour mit hauptsächlich britischem Rasen, europäischem Sand und nordamerikanischem Hartplatz innerhalb weniger Wochen sicherlich nicht ideal und gewöhnungsbedürftig. Aber eben auch über viele Jahre etabliert. Und die Ansage von Kyrgios, dass die Matches am breiten Publikum vorbeigingen, ist schlichtweg falsch. Zuletzt in Hamburg wurde die erlaubte Kapazität ausgeschöpft, kommende Woche in Kitzbühel könnte das Stadion bei den Generali Open sogar ganz voll werden.

Dort auch am Start: Ruud und Alcaraz. Und gerade um den 18-jährigen Spanier entwickelt sich gerade so etwas wie, ja, ein Hype. Vielleicht aber wollte Nick Kyrgios einfach nur mal wieder seiner Aversion gegen das Sandplatztennis Ausdruck verleihen. Schließlich würde man sich dort lediglich die teuren Schuhe schmutzig machen, wie der Mann aus Canberra vor ein paar Jahren mal anmerkte.

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Samstag
24.07.2021, 13:20 Uhr
zuletzt bearbeitet: 24.07.2021, 09:47 Uhr

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