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Mander s”ischt Zeit”

Das Sensationsfinale der 12. Auflage des Peugeot September Masters Series 1000 Turniers im UTC La Vi...

von Claus Lippert
zuletzt bearbeitet: 05.10.2021, 14:18 Uhr

Das Sensationsfinale der 12. Auflage des Peugeot September Masters Series 1000 Turniers im UTC La Ville wird am Dienstag Abend zur Angelegenheit zweier echter Überraschungs-Männer. Nordmazedoniens Jungstar Tarik Mustafik und der Tiroler Routinier Michael Margreiter haben sich am Montag Abend im Semifinale nach harter Arbeit, fast zweieinhalb Stunden Spielzeit und drei Sätzen durchgesetzt, und ihr jeweils erstes Karriere-Finale auf HTT Masters Series 1000 Ebene klar gemacht. Mustafik rang Alexander Rieger mit 6:4, 1:6, 6:4 nieder, und Margreiter beendete im Generationen-Duell gegen Bernhard Hauer mit einem 5:7, 6:2, 6:2 Erfolg die sieben Matches andauernde Siegesserie des 19jährigen Oktober HTT 250 Champions. Aus dem UTC La Ville berichtet für hobbytennistour.at C.L

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Historisches 159. HTT Masters Series 1000 Finale liegt vor uns

Heute Abend (ab 18:00 Uhr LIVE im Ticker auf www.hobbytennistour.at) steht der Peugeot Hobby Tennis Tour ein historisches 159. Endspiel auf HTT Masters Series Ebene und mit Sicherheit das größte Außenseiter-Endspiel auf HTT 1000er-Niveau in der Geschichte der HTT ins Haus. Tarik Mustafik gegen Michael Margreiter, nicht einmal mit viel Phantasie hätte noch vor einer Woche irgendeiner der vielen HTT Experten und Insider diese beide Herren reif für ein Endspiel auf zweithöchster HTT-Ebene eingeschätzt. Am Finaltag des 5. Oktobers 2021 ist nach einem turbulenten Turnierverlauf und einer scheinbar veränderten HTT-Landschaft – was die Spitzenspieler betrifft – der verrückt finale Showdown zwischen M & M doch möglich geworden. Und wir freuen uns auf das Duell der Underdogs, die am heutigen Dienstag Abend wirklich Großes für sich selbst und ihre Herkunftsländer erreichen könnten. Jungstar Tarik Mustafik würde für den historisch ersten nordmazedonischen Masters-Series-1000-Turniersieg überhaupt sorgen, und den jungen Balkan-Staat als erst zehntes internationales Land nach Serbien (7 MS 1000 Turniersiege), Rumänien (7), Deutschland (2), Russland (2), China (2), Spanien (1), Neuseeland (1), Tschechien (1) und Dänemark (1) in die Siegerliste hieven. Margreiter wiederum könnte für den ersten Tiroler HTT Masters Series 1000 Triumph nach über zehn Jahren sorgen. Damals siegte Thomas Guem beim Juni Masters Series 1000 Turnier 2011 und verteidigte seinen im Jahr zuvor gewonnenen Rasentitel mit Erfolg. Insgesamt wäre es der vierte HTT 1000er-Turniersieg für die “Mander” aus den Tiroler Bergen, denn auch der 2fache HTT French Open Sieger Alexander Geisler konnte sich einmal – im August 2009 – in die hochkarätig besetzte Siegerliste der HTT Masters Series 1000 Historie eintragen.

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Margreiter räumt Vukicevic-Bezwinger Bernhard Hauer aus dem Weg

Die Chancen, dass bei einer Peugeot Masters Series 1000 Siegerehrung nach mehr als einem Jahrzehnt wieder “tirolerisch” praliert wird, stehen zumindest statistisch betrachtet recht gut. Drei Wochen liegt nämlich das letzte und bislang auch einzige direkte Duell Margreiters mit seinem nordmazedonischen Finalgegner zurück, und dort behielt der aus Uderns stammende Tiroler im Achtelfinale des Peugeot NÖ Cups in Baden mit 6:2, 6:2 doch recht deutlich die Oberhand. Bevor der 30jährige Zillertaler aber sein zweites Saison- und drittes HTT Karriere-Finale erreicht hatte, waren  wieder einmal seine prägendsten Eigenschaften gefragt. Beinarbeit, Kampfgeist und Leidenschaft zeichnen den Linkshänder aus Tirol aus, und mit diesen Attributen räumte er am Montag Abend in der semifinalen Nightsession des 12. Peugeot September Masters Series 1000 Turniers auch den bis dahin sieben Matches ungeschlagenen Vukicevic-Bezwinger und frischgebackenen Oktober HTT 250 Sieger Bernhard Hauer aus dem Weg. Und das nach 0:1 Satzrückstand. Bis dato war ein Achtelfinale auf HTT Masters Series Ebene das höchste der Margreiter’schen Gefühle. Heute könnte der 30jährige Tiroler zum erst 65. Spieler der Open Era avancieren, der einen dieser im Hobbytennis-Sport so prestigeträchtigen Titel sein Eigen nennen könnte.

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Tarik Mustafik erstmals seit Oktober 2017 wieder in einem Finale

Das gilt allerdings auch für sein jugendliches Gegenüber Tarik Mustafik im heutigen Final-Gipfel. Und der gestrige Halbfinal-Erfolg über Alexander Rieger könnte richtungsweisend für den 19jährigen Südosteuropäer gewesen sein. Denn mit dem Semifinale hat das ohnehin schon sensationell genug verlaufende fünfte Masters Series Saisonturnier nochmals ein neue Dimension für die vier in der Vorschluss-Runde stehenden HTT-1000er-Rookies erreicht. Keiner der großen Namen und keiner der im Vorderfeld der HTT Charts platzierten Superstars weit und breit zu sehen, da wurde den vier Underdogs am gestrigen Montag mit einem Schlag bewusst: “Hey, ich kann jetzt sogar ein HTT Masters Series 1000 Turnier gewinnen, meinen größten Karriere-Erfolg feiern, und die Türe zu den von 20. bis 27. November 2021 im UTC La Ville stattfindenden HTT Finals powered by Peugeot weit aufstoßen”. Und ob dieses Wissens, agierte das Nobodies-Quartett eher gehemmt als befreit. Besonders deutlich war das im ersten Semifinale zwischen Alexander Rieger und Tarik Mustafik zu sehen. Weit weg von ihrem besten Tennis, weit weg von ihren Vortagesleistungen und sichtlich beeindruckt vom erstmaligen Auftritt in einem HTT Masters 1000 Halbfinale, stolperten die beiden Youngsters 2:17 Stunden lang durch ein Match, das im ersten Satz von Fehlern ohne Ende geprägt war, im zweiten Satz einen mindestens eine Klasse stärker als den späteren Sieger agierenden Alex Rieger sah, und einen entscheidenden dritten Heat, in dem Mustafik vom frühen und einzigen Break zum 2:0 profitierte. “Es war eine ganz schwierig zu lösende Aufgabe heute. Der Alex war ungemein nervenstark und hat mir das Leben richtig schwer gemacht”, freute sich Mustafik über das Erreichen seines dritten HTT Karriere-Finales und seines ersten HTT Endspiels seit Oktober 2017. Damals siegte er beim Oktober HTT 150 Turnier. Ein gutes Omen für heute Abend! Übrigens: Erstmals seit den 1000 Euro OTC Open 2019 – als Bernd Steiner als Nr. 82 triumphierte – wird wieder ein Spieler außerhalb der Top 20 der HTT Computer-Rangliste ein HTT Masters Series 1000 Turnier gewinnen.

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