Maria Sharapova - Mehr Zeit mit dem Physio als auf dem Platz

Maria Sharapova hat in einem Podcast über ihr Leben auf der Tennis-Tour reflektiert. Die letzten Jahre waren keine Freude.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 21.01.2021, 08:38 Uhr

Maria Sharapova wusste abseits des Tennisplatzes immer schon viel mit sich anzufangen
© Getty Images
Maria Sharapova wusste abseits des Tennisplatzes immer schon viel mit sich anzufangen

m Nachhinein betrachtet hat Maria Sharapova alles richtig gemacht: Die fünfmalige Major-Siegerin hat ihren Abschied von der Tennistour zu jenem Zeitpunkt genommen, als die Corona-Pandemie noch nicht auf dem Zettel der Weltöffentlichkeit stand. Ihr letztes Match bestritt Sharapova bei den Australian Open 2020, noch einmal mit einer Wildcard ausgestattet, gegen Donna Vekic.

Im Podcast „Just B with Bethenny“ hat Sharapova vor allem über die letzte Phase ihrer Karriere Auskunft gegeben. „Ich hatte einen Physiotherapeuten, der mehr Zeit mit der Arbeit an meiner Schulter verbracht hat als ich auf dem Court“, erzählte die ehemalige Nummer eins der Welt. „Ich war ständig in Behandlung. Es gab Tage, an denen ich es nicht durch das Training geschafft habe. Man hat dieses Team, das man angestellt hat, manchmal fünf Leute auf dem Trainingsplatz. Und dann bricht Dein Körper zusammen und Du kannst nicht einmal das Training beenden.“

Das hat Spuren hinterlassen. Nicht nur bei Maria Sharapova selbst. „Ich habe mich mit Leuten umgeben, die mich unterstützt haben. Aber es ist schwierig, seine Mutter anzurufen und zu sagen: `Ich kann die nächste drei Tage nicht trainieren, weil ich nicht aufschlagen kann. Und ich muss etwas dagegen tun.´ Das ist hart für die Familie und es berührt jeden.“

Sharapova hat kaum Erinnerungsstücke

Sentimental wird Sharapova im Rückblick auf ihre herausragende Karriere offenbar nur selten. „So umfassend anstrengend mein Sport und meine Karriere war - und so viel sie mir auch abverlangt hat: Wenn man in mein Haus oder mein Schlafzimmer kommt, es gibt keine Beweisstücke. Es steht kein Schläger in irgendeiner Ecke, keine Trophäen, keine Fotos.“

Das habe sie nicht bewusst gemacht. „Ein Teil von mir mag es einfach nicht, wenn zu viel Zeug herum liegt! Ich habe eine sehr saubere, minimale Ästhetik, und so hatte ich nie viele Fotos oder Erinnerungsstücke. Sie waren immer in meinem Kopf, aber nie ausgestellt.“ Den Grund dafür seiht Maria Sharapova in ihrer Einstellung zur Arbeit. „Wenn ich mein Haus verlassen, mich in mein Auto gesetzt und die Tür geschlossen habe, war es nur noch Business. Auf der Welt hat alles passieren können, gut oder schlecht - wenn ich den Platz betreten habe war es, als würde nichts anderes existieren.“

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21.01.2021, 20:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 21.01.2021, 08:38 Uhr