Novak Djokovic: Nicht besessen - aber mit klarer Vision

Novak Djokovic und Rafael Nadal kämpfen - neben Roger Federer - um die großen Rekorde im Tennis. Ihr Ansatz ist jedoch grundverschieden.

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 27.04.2021, 17:42 Uhr

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Novak Djokovic bei den French Open in Paris
© Getty Images
Novak Djokovic

Novak Djokovic macht keinen Hehl daraus: Er will die wichtigsten Rekorde im Tennis einheimsen, und er ist auf dem richtigen Weg. Teil 1 seines Zwei-Stufen-Plans hat er bereits verwirklicht, nämlich die meisten Wochen an der Weltranglistenspitze. Hier hat der Djoker kürzlich erst Roger Federer abgelöst und nunmehr 318 Wochen aufzubieten, ein Ende ist nicht in Sicht./

Teil 2 wird darin bestehen, die meisten Grand-Slam-Titel zu gewinnen. 18 Stück sind es bei Djokovic bislang, er liegt damit nur noch zwei Majors hinter Roger Federer und Rafael Nadal (20), und er hat immerhin den Vorteil, der Benjamin unter den Drei zu sein: Djokovic ist "erst" 33 Jahre jung, Nadal 34 und Federer schon 39.

Nadal: "In jedem Training etwas verbessern"

Während Djokovic um seinen Ansporn keinen Hehl macht, geht Nadal die Sache anders an. "Meine persönliche Motivation ist viel höher als die Motivation, andere Spieler vor sich zu haben. Ich spiele nur für mich, für mein Team, für meine Fans, für meine Familie, für mich natürlich", erklärte Nadal kürzlich. "Mein Ansatz ist es, dass ich ein besserer Tennisspieler werden will, so verstehe ich diesen Sport. Ich gehe täglich zum Training mit dem Ziel, irgendetwas zu verbessern, besser zu werden. Nicht, weil ich besser werden muss, weil ich Roger oder Novak vor mir habe. Ich tue es, weil ich den Sport so sehe. Aber klar: Diese Spieler vor einem zu haben, hilft einem, eine klare Sicht darauf zu haben, die besser werden müssen", so Nadal weiter.

Djokovic indes sei besessener oder fokussierter in Sachen Grand Slams und Rekorde, so Nadal, der dann konkretisierte: Dies sei keineswegs in einer negativen Art und Weise gemeint. Sein eigener Ansatz sei das aber nicht. Auch wenn er natürlich so viel erreichen wolle wie möglich.

Djokovic: Ohne klare Ziele etwas verloren

Am Rande des Turniers in Belgrad hat sich nun Djokovic erklärt - und die Gedanken von Nadal eingeordnet.

Er sei von nichts besessen, so Djokovic, aber er spüre eine tiefe Leidenschaft und ein großes Verlangen. "Ich versuche, meine Ziele zu erreichen und habe kein Problem damit, das auszusprechen." Und Djokovic erklärte, warum dem so sei: Jeder Athlet brauche Ziele vor Augen, "damit sieht er, wo Punkt A und wo Punkt B ist, und wie er von einem zum anderen kommt." Wenn man sich Ziele setze, schaffe man mentale Klarheit, die nötig sei, um diszipliniert, verantwortungsbewusst und organisiert zu bleiben."

Er habe Phasen in seinem Leben gehabt, wo ihm die klare Vision gefehlt habe. "Zu diesen Zeiten wusste ich nicht, was ich will, oder in welche Richtung ich gehen will. Und das ist nicht gutgegangen."

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von Florian Goosmann

Dienstag
27.04.2021, 13:42 Uhr
zuletzt bearbeitet: 27.04.2021, 17:42 Uhr

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