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Juan Martin del Potro von rund 10.000 Leuten in Tandil begeistert empfangen

Großer Bahnhof für „Delpo“ in seiner Heimatstadt nach der errungenen Silbermedaille bei den Spielen in Rio de Janeiro.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 17.08.2016, 11:17 Uhr

Juan Martin del Potro

„Nachdem ich so viele Tage in Rio verbracht habe, ist die Rückkehr zu dieser Stadt mehr wert als die Medaille, die ich gewonnen habe“, sagte del Potro, laut argentinischer Medienberichte. „Ich kann all das, was ich erlebe, immer noch nicht ganz begreifen. Ich bin glücklich darüber, das beste Verhältnis zu meinem Land und zur Stadt zu haben und den schönsten Teil der Welt zu vertreten“, betonte „Delpo“. „Ich danke all jenen Leuten, die mir die Liebe gegeben haben, die mich immer umgibt, und ohne die Unterstützung meiner Freunde und Familie wäre es sehr schwierig gewesen, zu erreichen, was ich in Brasilien geschafft habe, auch wenn meine Beine schon so geschmerzt haben und ich unter der Erschöpfung gelitten habe. Mein Art und Weise, ihnen zu danken, ist, auf dem Platz alles zu geben.“

Match gegen Djokovic war der Schlüssel

Rund 30 Minuten lang stellte sich del Potro im Rahmen einer Pressekonferenz den Fragen der Journalisten. Und verriet, dass für ihn bereitsder Auftaktsieg gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovicder Schlüssel gewesen sei: „Nachdem ich den Turnierfavoriten besiegt habe, hat in meinem Kopf ein Umdenkprozess stattgefunden, und dass ich mein bestes Match in den letzten Jahren gespielt habe, hat mich hoffen lassen, dieses Niveau noch ein paar Runden lang halten zu können und im Wettbewerb weiterzukommen. Von dem Moment an fühlte ich mich viel zuversichtlicher, das Halbfinale erreichen und eine Medaille holen zu können.“ Das Spiel gegen Djokovic sei „wundervoll gewesen. Ich kann es mit nichts in meiner restlichen Karriere vergleichen. Von der emotionalen Seite her habe ich, glaube ich, auf dem Platz und außerhalb des Courts nie mehr Gefühle durchlebt.“

Der Fokus wird für del Potro allerdings in nur wenigen Tagen schon wieder auf dem nächsten ganz großen Highlight liegen: den US Open in New York. Die Veranstalter des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres hatten am Dienstag nicht gerade überraschend bekanntgegeben,dem Sieger von 2009 eine Hauptfeld-Wildcard zu geben. Was del Potro merklich freute: „Für mich ist es eine Belohnung für meine Mühe und für das, was ich in meiner Laufbahn geleistet habe. Ich bin dankbar dafür, zu einem so unvergesslichen Turnier zurückzukehren. Und dort wieder sein zu können, bedeutet mir eine Menge.“ Auch wenn sich die Erinnerungen nicht mit jenen, die durch den Silbermedaillen-Gewinn in Rio haftenbleiben werden, vergleichen ließen.

von tennisnet.com

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17.08.2016, 11:17 Uhr