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Martina Hingis stellt die 1-Millionen-Dollar Frage

Wer tritt mit der Doppel-Königin gemeinsam in Rio de Janeiro an – Belinda Bencic oder Timea Bacsinszky?

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 10.05.2016, 12:19 Uhr

SINGAPORE - OCTOBER 24: Martina Hingis of Switzerland talks to the media during previews for the WTA Finals at the Sands Expo and Convention Centre on October 24, 2015 in Singapore. (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

Wohl dem, der vor einer solchen Luxusentscheidung steht.Martina Hingishat eine „schwierige Entscheidung“ zu treffen. Allerdings fällt die Wahl wohl in beiden Fällen auf die Richtige –sind Belinda Bencic und Timea Bacsinszky doch aktuell jeweils in den Top 10 vertreten. Mit wem soll die Weltranglisten-Erste im Doppel bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro nun aber an den Start gehen? Sie verstehe sich ja mit beiden sehr gut, auch wenn sie Bencic sicher besser kenne, erklärte Hingis der Nachrichtenagentur „sda“. Die Beziehung zu ihrer potentiellen Nachfolgerin ist sehr eng, da die 19-Jährige seit Kindestagen mit Hingis-Mutter Melanie Molitor zusammenarbeitet, in deren Tennisschule sie einst mit dem Sport begann.

Wer passt besser zu Hingis?

Doch wie steht es um die Doppel-Qualitäten der Aspirantinnen? Bencic gewann in ihrer noch jungen Karriere bereits zwei Doppel-Titel auf der WTA-Tour und belegt derzeit Platz 78 im entsprechenden Ranking. Die sieben Jahre ältere Bacsinszky brachte es bisher auf vier Titel in dieser Disziplin, steht allerdings momentan nur auf Position 227 in der Doppel-Weltrangliste. Die Tendenz geht also wohl in Richtung Bencic,welche an der Seite von Hingis den entscheidenden Punkt im Fed-Cup-Duell mit Deutschland Anfang Februar holte.

Vor Ende Juni ist allerdings nicht mit einer Entscheidung zu rechnen, folgt man der zwölffachen Grand-Slam-Siegerin im Doppel: „Das ist die Eine-Million-Dollar-Frage – ich habe bis sechs Wochen vor den Olympischen Spielen Zeit, und die Zeit nehme ich mir.“ Um das Mixed, muss sich Hingis zumindest keine Gedanken mehr machen –denn „Traumpartner“ Roger Federer ist fix.„Ich freue mich sehr“, betonte die Ostschweizerin, die letztmalig 1996 an Olympischen Spielen teilnahm. In Atlanta (USA) war Hingis noch nicht mal 16 Jahre alt und verlor im Einzel bereits in der zweiten Runde. An der Seite von Patty Schnyder erreichte sie im Doppel-Wettbewerb immerhin das Viertelfinale.

„Santina Slam“ in Paris?

Bevor es in Rio den Janeiro um Medaillen geht, will die lebende Tennislegende aber noch mit ihrer Standartpartnerin,Sania Mirza, um die Titel in Roland Garros und Wimbledon kämpfen. Nachdem es im Frühjahr sportlich etwas holperte, gönnten sich beide eine Pause und kehrten mit zwei Finalteilnahmen in Stuttgart und Madrid gestärkt zurück. „Ich bin in die Berge gegangen und habe frische Luft getankt. Das macht einen großen Unterschied“, erklärte Hingis. Ob die Akkus wieder so voll sind, um auch bei den French Open den Siegerpokal in die Höhe zu recken, wird sich Anfang Juni zeigen – Roland Garros ist das einzige Grand-Slam-Turnier, das Hingis und Mirza noch nicht gemeinsam gewonnen haben.

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