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Viertelfinale! – Oliver Marach und Alexander Peya wahren Medaillenchance

Die Österreicher besiegen in der Runde der letzten 16 Teams die US-Amerikaner Brian Baker und Rajeev Ram.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 08.08.2016, 11:14 Uhr

RIO DE JANEIRO,BRAZIL,08.AUG.16 - OLYMPICS, TENNIS - Olympic Summer Games Rio 2016, doubles, men. Image shows Alexander Peya and Oliver Marach (AUT). Photo: GEPA pictures/ Christian Walgram

Starke Kampfleistung von Österreichs Team beim Doppelbewerb des olympischen Tennisturniers:Oliver MarachundAlexander Peyasorgten im Achtelfinale in Rio de Janeiro (Brasilien) nach 2:08 Stunden für einen hart erarbeiteten Dreisatzerfolg gegen die US-AmerikanerBrian BakerundRajeev Ram.Mit 6:4, 6:7 (2), 6:3 lösten der Steirer und der Wiener das Ticket für das Viertelfinale, das nun am Dienstag mitMarc LopezundRafael Nadalin jedem Fall ein durchaus attraktives Gegnergespann bieten wird (fünftes Match nach 16:00 Uhr MESZ auf Court 1, live auf „ORF 1“ oder „ORF SPORT+“, auf tennisnet.comin den Livescores). Die Spanier setzten sich Dienstagfrüh (MESZ) gegen die Argentinier Juan Martin del Potro und Maximo Gonzalez mit 6:3, 5:7, 6:2 durch. Peya war vor vier Jahren in London gemeinsam mit Jürgen Melzer bei Olympia im Doppel angetreten und dort im Achtelfinale gescheitert. Von der Bauchmuskelzerrung des Mannes aus dem 11. Wiener Gemeindebezirk,die er sich schon beim Einschlagen zum Auftaktmatcham Samstag zugezogen hatte, war in der Zweitrundenpartie nicht wirklich etwas zu merken.

Spannend war die zum großen Teil enge Partie in jedem Fall. Aus österreichischer Sicht gar zu spannend, hätten Marach/Peya doch gute Chancen gehabt, das Match auch in zwei Sätzen durchzubringen. Nachdem die Österreicher den ersten Satz mit einem Break, das sie gleich im Auftaktgame holen konnten, trocken zu Ende gespielt hatten und auch im zweiten Durchgang bereits mit 4:2 und 0:30 als Rückschläger in Front lagen, schien alles recht klar für das heimische Duo abzulaufen. Doch die Nordamerikaner glichen zu null zum 4:4 aus und die Entscheidung in Satz zwei musste im Tiebreak fallen – eine ganz klare Angelegenheit für Baker/Ram. Nach einer Toilettenpause vor dem dritten Abschnitt kehrte das steirisch-wienerische Duo mit neuer Kraft auf Court 3 zurück, durchbrach den Aufschlag der Kontrahenten zum 4:2, wehrte noch zwei Chancen dieser zum Rebreak ab und setzte sich schlussendlich doch noch durch.

„Am Ende zählt immer der Sieg, der Rest ist egal“

„Am Ende zählt immer der Sieg, der Rest ist egal“, lächelte Peya gegenüber „ORF SPORT+“. „Wir hätten es uns natürlich leichter machen können. Die Amerikaner haben dann auch ein bisschen Glück gehabt, bei 4:2 und 0:30 – da waren wir am Weg, da waren wir am Drücker. Im Doppel geht es dann schnell. Ein schlechtes Game und alles ist wieder offen. Sie haben dann am Ende des zweiten Satzes ganz gut hineingefunden, aber ich glaube, wir haben im dritten Satz sehr, sehr gut reagiert, wir sind von Anfang an ruhig geblieben und waren dann auch das bessere Team.“ Aufs große Selbstvertrauen, nach auch keinem verlorenen Satz im Training, angesprochen, meinte Marach, dazu müsse man eher Peya fragen: „Er hat noch kein Break gekriegt. Dafür, dass er in den letzten Tagen doch ein bisschen mit einer Bauchmuskelzerrung gehadert hat, hat er unglaublich serviert“, lobte der Grazer, bei dessen Service sie das Break im zweiten Satz kassiert hatten, weil ihn der erste Aufschlag hierbei im Stich gelassen habe. „Das haben sie(Baker/Ram; Anmerkung)ausgenützt.“

Im dritten Durchgang hätten sie dann ein bisschen umgestellt: „Ich habe wieder besser serviert, bin beim ersten Aufschlag wieder etwas mehr draufgegangen, habe einen etwas anderen Ballwurf gemacht und habe mehr erste Aufschläge im Feld gehabt“, so Marach. Und auch eine etwas aggressivere, weiter im Feld stehende Returntaktik habe sich bezahlt gemacht. „Dann haben wir das Break gemacht und es zum Schluss super ausserviert.“ Bezüglich seiner leichten Verletzung berichtete Peya, dass er „vom Tempo her nie voll serviert“ habe, „aber mit sehr hoher Quote. Ich wollte halt jetzt auch nicht unbedingt was riskieren, denn es kann jederzeit wieder was auftreten. Es fühlt sich soweit okay an, 100-prozentig ist es noch nicht, aber es ist auf jeden Fall sehr, sehr viel besser als in der ersten Runde.“ Der Wunsch nach einem spielfreien Tag wird allerdings nicht erfüllt, schon an diesem Dienstag geht es gegen Lopez/Nadal weiter. „Gegen Lopez habe ich schon oft gespielt, gegen den habe ich eine sehr gute Bilanz. Gegen Nadal habe ich noch nie gespielt“, berichtete Marach. „Das wird ein sehr toughes Match, aber wir haben jetzt Selbstvertrauen getankt. Wir werden alles geben.“

Hier die Herren-Ergebnisse vom olympischen Tennisturnier in Rio de Janeiro:Herren-Einzel,Herren-Doppel.

Hier der Spielplan.

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Montag
08.08.2016, 11:14 Uhr