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Patrick Meinhart peilt beim April-HTT-250-Turnier seinen Jubiläums-Titel an

Patrick Meinhart steht beim am Dienstag Abend zu Ende gehenden April-HTT-250-Turnier unmittelbar vor...

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 25.05.2016, 14:04 Uhr

Patrick Meinhart steht beim am Dienstag Abend zu Ende gehenden April-HTT-250-Turnier unmittelbar vor einem ganz besonderen Erfolg. Der 25jährige vom TC Top Serve könnte im Falle eines Sieges über Endspielgegner Fabio Günther seinen insgesamt 10. HTT-Karriere-Titel erringen, und damit in einem ganz exklusiven Kreis an HTT-Topstars Aufnahme finden. Der seit 2005 im Circuit etablierte Meinhart wäre mit seinem Jubiläums-Erfolg erst der 18. Spieler der HTT-Open Era seit 1990, der eine zweistellige Anzahl an Tour-Titeln auf seiner sportlichen Visitenkarte vorzeigen könnte. In seinem ersten Endspiel seit Juli 2013 bekommt Meinhart zudem die Möglichkeit zur Revanche an Fabio Günther, der im Vorjahr beim April-HTT-250-Turnier mit einem 2:6, 7:5, 6:4 Erfolg für eine bittere Auftakt-Pleite Meinharts sorgte. Um den Titel beim gleichzeitig stattfindenden April-Future-Turnier kommt es derweil zu einem finalen Generationen-Duell zwischen dem erst 15jährigen Klaus Klune und dem um 22 Jahre älteren Stefan Hochhauser. Ein Bericht von C.L

Patrick Meinhart peilt nach Sieg über den an Nummer 2 gesetzten Andras Szele aus Ungarn, im 14. Karriere-Finale seinen ersten Titelgewinn seit Juli 2013 an

Die vom Winter-Comeback eingeholte 12. Auflage des April-HTT-250-Turniers im UTC La Ville kann wie erwartet mit einem hochklassigen Endspiel aufwarten. Der an Nummer 3 gesetzte Patrick Meinhart vom TC Top Serve und die Nummer 6 des fünften HTT-250er-Saisonturniers Fabio Günther vom CTP Pötzleinsdorf bestreiten am Dienstag Nachmittag (ab 17:30 Uhr LIVE auf www.hobbytennistour.at) das Finale eines HTT-Events, das auch am semifinalen Montag durch den Einbruch polarer Arktisluft in Mitleidenschaft gezogen wurde. Neuerlich mussten nach zwei Auftakt-Partien unter freiem Himmel die beiden Night-Sessions in die Wärme spendende Halle des UTC La Ville verlegt werden. Weder von den ungastlichen Bedingungen noch von der hochkarätigen Gegnerschaft lässt sich dieser Tage aber Patrick Meinhart beirren. Der 25jährige setzte am Montag Nachmittag seinen Erfolgslauf beim 30. Saisonturnier auch gegen den ungarischen Titelmitfavoriten Andras Szele fort, und zog mit einem 6:3, 5:7, 7:5 Erfolg in sein insgesamt 14. HTT-Karriere-Finale ein. In einer extrem ausgeglichenen Begegnung sicherte sich Meinhart einen durch "Breaks en masse" geprägten ersten Satz, ehe er in Durchgang 2 nach 1:4 Rückstand zu einer letztlich erfolglosen Aufholjagd bis 4:4 ansetzte. Szele gelang aber der Satzausgleich, und so wurde der erste direkte Vergleich der beiden HTT-Stars im dritten Satz entschieden. Dort behielt Meinhart schließlich in seinem 288. HTT-Karriere-Match die Oberhand, und erreichte erstmals seit Juli 2013 wieder das Endspiel eines HTT-Turniers.

Daniel Riel muss nach zwischenzeitlicher Gala-Vorstellung gegen Fabio Günther nach drei Sätzen als Verlierer vom Platz

Im Endspiel bekommt Meinhart nun wie erwähnt die Chance zur Revanche gegen Fabio Günther, der exakt vor 12 Monaten bei der letztjährigen Ausgabe des April-HTT-250-Turniers für eine unerwartete Auftakt-Schlappe des 25jährigen sorgte. Dem 21jährigen Pötzleinsdorfer glückte am Montag Abend im semifinalen Duell gegen Daniel Riel nicht nur zum zweiten Mal in Folge bei diesem Turnier eine Aufholjagd nach verlorenem ersten Satz, sondern auch die Revanche für die schmerzhafte Dreisatz-Niederlage in der Qualifikation beim November-Masters-Series-1000-Turnier im letzten Jahr. Dabei sah es lange Zeit nach einer neuerlichen Gala-Vorstellung seines Gegners aus, der den ersten Satz des Semifinal-Hits beim April-HT-250-Turnier gegen die Nummer 6 nach Belieben dominierte, und seinen überfordert scheinenden Gegner zu deklassieren drohte. Riel legte einmal mehr sein dynamisches Power-Tennis an den Tag, mit dem er im Viertelfinale am Vortag auch Lokalmatador Robin Reich aus der Halle am Dr. Karl Waltl-Weg fegte. 5:1 führte der 16jährige Power-Server, als er sich einerseits mit ersten Schmerzen im Ellbogen konfrontiert sah, und andererseits die Partie mit jugendlichem Leichtsinn zu betrachten begann. Doch für eine halbherzige und nicht voll konzentrierte Leistung war sein Gegenüber eindeutig zu stark, und so nahm der Halbfinal-Kracher unter den Dächern des UTC La Ville plötzlich einen anderen Verlauf. Günther fand zu seinem Spiel, und holte nur unterbrochenen vom Game-Gewinn seines Gegners zum 6:4 nicht weniger als 11 Spiele zur 4:6, 6:0, 2:0 Zwischenführung. Riel kam nocheinmal auf 3:3 heran, ehe er mit einem wenig glücklich verlaufenden Aufschlagverlust die Niederlage im Halbfinale des April-HTT-250-Turniers fixierte. "Ich bin am Ende auch müde geworden, habe mich nicht mehr so frisch gefühlt, und dann wird es schwer gegen einen Gegner wie den Fabio", resümierte Riel nach seiner verabsäumten zweiten HTT-Final-Teilnahme. Günther hingegen peilt am Dienstag Abend im Endspiel seinen zweiten HTT-Turniersieg nach dem Triumph beim Jänner-HTT-250-Turnier 2015 an.

Klaus Klune beendet Erfolgslauf des mazedonischen Qualifikanten Tarik Mustafik, und Stefan Hochhauser feiert gegen Benjamin Rehberger bereits den siebenten HTT-Einzelsieg auf Future-Ebene in Serie

Bei der ebenfalls am Dienstag endenden 4. Ausgabe des April-Future-Turniers kommt es derweil zu einem finalen Generationen-Duell zwischen dem 37 Jahr alten Februar-Future-Champion Stefan Hochhauser und dem letzten verbliebenen Vertreter der an diesem Wochenende so groß aufspielenden Teenager, dem erst 15jährigen Klaus Klune. Der Shootingstar vom erfolgsverwöhnten TC Strebersdorf beendete im ersten Semifinale des Tages den verblüffenden Siegeszug des mazedonischen Qualifikanten Tarik Mustafik mit einem hochverdienten 6:1, 6:4 Erfolg, während sich die Nummer 1 des Turniers Stefan Hochhauser im zweiten Vorschluss-Runden-Duell gehörig strecken musste, um gegen Benjamin Rehberger ein reines Teenager-Finale zu verhindern, und sein zweites Karriere-Endspiel zu erreichen. Denn Rehberger war in seinem ersten HTT-Semifinale seit Oktober 2014 hoch motiviert bei der Sache, um beim fünften Versuch endlich zum ersten Mal in eine finale Entscheidung einzuziehen. Der 19jährige vom UTC Loretto führte 6:1, 2:0, ehe er seine bis dahin Erfolg bringenden Aktivitäten "einschränkte", und so dem als ballsicher bekannten Hochhauser in die Karten spielte. Der bedanke sich artig mit zwei gewonnenen Sätzen und zog mit seinem insgesamt bereits siebenten Einzelsieg in Folge auf Future-Ebene ins Endspiel ein.

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