Paul Annacone: Dominic Thiem muss seinen Antrieb finden

Paul Annacone, seines Zeichens Ex-Übungsleiter von Roger Federer und Pete Sampras, kann verstehen, in welcher Lage sich Dominic Thiem befindet. Und hat einen Rat, wie der Österreicher sich daraus befreien könnte. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 26.04.2021, 06:10 Uhr

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Dominic Thiem befindet sich in einer schwierigen Phase seiner Laufbahn
Dominic Thiem befindet sich in einer schwierigen Phase seiner Laufbahn

Es sind einigermaßen viele Fragezeichen, die derzeit mit dem Namen Dominic Thiem im Tenniszirkus in Verbindung gebracht werden. Frühes und überdeutliches Aus bei den Australian Open in Down Under, untypisch lustloses Auftreten bei den Wüstenturnieren in Doha und Dubai - und nun eine lange Pause mit sehr offenen Ansagen in Interviews, wie es denn um den mentalen Zustand des Weltranglistenvierten bestellt sei. 

Thiem sei in ein Loch gefallen, nachdem bei den US Open der Traum vom Grand-Slam-Titel Wirklichkeit geworden war, hätte gleichwohl mit der schwierigen Situation rund um COVID-19 zu kämpfen - und habe nun auch noch gehörig Trainingsrückstand aufgerissen. Alles andere als die optimale Vorbereitung auf die wichigste Zeit der Saison, welche mit dem erklärten Saisonziel, den French Open, enden soll. 

Thiem vor "Was jetzt?"-Entscheidung

Durchaus Verständnis für die schwierige Phase des Lichtenwörthers hat unterdessen Paul Annacone, der ehemalige Trainer von Roger Federer und Pete Sampras: "Wenn man auf dieses Level kommt, wo er ist, dann heißt es: 'Was jetzt?' Roger und Pete haben beide viel mit mir über den Unterschied zwischen dem Erreichen und dem Verbleiben auf diesem Level gesprochen", erklärte der US-Amerikaner gegenüber dem Tennis Channel.

Nun sei es an Thiem, sich dieser Frage zu stellen: "´Hey, wohin gehe ich von hier aus, was tue ich und was gibt mir die Freude daran? Ist es das Streben oder ist es die Leistung?'", erklärte Annacone die zentralen Fragen in der aktuellen Situation Thiems. "Das sind die Dinge, die Dominic Thiem erkennen muss. Ich denke, jeder macht es aus einem anderen Grund", so der 58-Jährige. "Thiem muss herausfinden, was es für ihn ist, dass ihn weitermachen lässt." 

Sampras mit ähnlichen Problemen

Ähnlich sei es nämlich auch Pete Sampras gegangen, als dieser erstmals bei den US Open in New York City triumphiert hatte: ""Er hat sie gewonnen und es hat ein paar Jahre gedauert, bis er sich eingewöhnt hat, um zu sagen: 'Okay, das ist es, was ich tue', denn nachdem er gewonnen hatte, ging er durch einen ganzen Prozess von 'Warum spiele ich, was will ich tun?'"

Ein Prozess, der durchaus Zeit in Anspruch nehme und ein Prozess, auf den es sich einzulassen gilt. Dann aber ist eine Rückkehr zur alten Stärke alles andere als ausgeschlossen - auch und insbesondere nicht bei Thiem: "Es hat eine Weile gedauert, bis er sich wohlgefühlt hat, also frage ich mich, ob das auch ein Teil der Rechung für Thiem im Moment ist." Dominic Thiem wird in Madrid auf die ATP-Tour zurückkehren. 

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von Michael Rothschädl

Montag
26.04.2021, 08:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 26.04.2021, 06:10 Uhr

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