Pliskova, Svitolina, Serena - wer trägt die schwerste Last?

Mit Bianca Andreescu hat die nächste junge Spielerin schon früh in ihrer Karriere einen Grand-Slam-Titel geholt. Für einige Veteraninnen könnte die Zeit dagegen schon knapp werden.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 11.09.2019, 12:58 Uhr

Wird das noch was mit dem 24. Major-Titel?
© Jürgen Hasenkopf
Wird das noch was mit dem 24. Major-Titel?

Wozniacki hatte sich vor dem Erfolg bei den Australian Open zweimal im Endspiel eines der vier größten Grand-Slam-Turniere versuchen dürfen, 2009 und 2014, jeweils bei den US Open. Halep wiederum hatte gegen die Dänin in Melbourne den Kürzeren gezogen, davor schon zweimal bei den French Open. Besonders schmerzhaft dabei die Niederlage gegen Jelena Ostapenko 2017 - in einem Match, das Simona Halep niemals hätte verlieren dürfen (der Fairness halber: in jenem Turnier besiegte die Rumänin Elina Svitolina in einem Match, das sie niemals hätte gewinnen dürfen).

Bartys uninspirierte Auftritte in Wimbledon und New York

Gut für Wozniacki und Halep, dass sich das mit dem Affen erledigt hat. Denn plötzlich sind drei Spielerinnen da, die ihre weitere Karriere ohne eine ähnliche Hypothek bestreiten können: Naomi Osaka und Ashleigh Barty, seit Samstag Bianca Andreescu. Drei Hochbegabte, die nun eigentlich unbeschwert in die Grand-Slam-Events gehen könnten. Osaka hat das bei den Australian Open 2019 eindrucksvoll gezeigt, seitdem läuft es bei der Japanerin unrund. Bartys Auftritte in Wimbledon und bei den US Open waren auch eher uninspiriert.

Letzteres ist bei Bianca Andreescu und der ihr eigenen Intensität nicht zu erwarten. Ob es schon bald zu einem neuerlichen Triumph bei einem der Majors reicht, wird sich weisen.

Pliskova wartet auf den großen Titel

Dringender wäre die Angelegenheit für Karolina Pliskova, immerhin schon 27 Jahre alt und nur einmal, 2016 bei den US Open, knapp dran am großen Sieg. Oder bei Elina Svitolina, die in Wimbledon und New York nun immerhin zweimal in Folge die Vorschlussrunde erreicht hat. Madison Keys mag auch zu jenen Spielerinnen zählen, die sich am Ende der Karriere fragen werde, ob nicht doch mehr möglich gewesen wäre. 2017 im US-Open-Endspiel sah Keys gegen Sloane Stephens (die im Übrigen ob dieses Erfolgs dankbar drei Kreuze machen sollte) kaum einen Ball.

Die allerschwerste Last scheint allerdings Serena Williams mit sich herumzuschleppen: Viermal ist die 37-Jährige nun einen Sieg vor dem großen Ziel, dem 24. Grand-Slam-Titel gescheitert. Und hat in den jüngsten vier Major-Endspielen weder gegen Angelique Kerber, Naomi Osaka, Simona Halep oder Bianca Andreescu einen Satz gewonnen.

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von Jens Huiber

Mittwoch
11.09.2019, 13:46 Uhr
zuletzt bearbeitet: 11.09.2019, 12:58 Uhr

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