Porsche Tennis Grand Prix: Elina Svitolina - Wider Erwarten doch noch nicht am Heimweg

Elina Svitolina steht beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart im Halbfinale. Dabei hatte die Weltranglistenfünfte gegen Titelverteidigerin Petra Kvitova schon selbst die Hoffnung auf ein Comeback aufgegeben.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 23.04.2021, 22:12 Uhr

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Elina Svitolina beim Porsche Tennis Grand Prix
© Getty Images
Elina Svitolina wehrte gegen Petra Kvitova zwei Matchbälle ab

Es war am 9. Mai 2019, als Roger Federer gegen Gael Monfils im Achtelfinale des ATP-Masters-1000-Turniers in Madrid zwei Matchbälle abwehrte und letztlich als Sieger vom Platz ging. Anschließend sprach der Schweizer von besonderer Erleichterung und einzigartigen Gefühlen, die man nach solch einem Comeback-Sieg erfahren würde.

War Monfils vor zwei Jahren wohl noch niedergeschlagen, so dürfte er sich am Freitag umso mehr gefreut haben. Denn seiner Verlobten Elina Svitolina gelang das, was Federer in Madrid (und 2014 auch bei den US Open) geglückt war: Sie wehrte zwei Matchbälle ab. Allerdings dürfte der Sieg der Ukrainerin sogar noch höher einzuschätzen sein als jener des Schweizers, erholte sie sich gegen Titelverteidigerin Petra Kvitova noch dazu von einem 6:7 (4) und 2:5-Rückstand.

Svitolina stimmt Federer zu

Sie würde Federer in puncto Glücksgefühlen nach derartigen Comeback-Erfolgen zustimmen, erklärte Svitolina also bei der Pressekonferenz. "Es ist immer sehr zufriedenstellend, derart große Kämpfe zu gewinnen. (...) Es ist stets ein unglaubliches Gefühl, solche Matches für sich zu entscheiden", so die Ukrainerin.

Dabei habe sie angesichts des großen Rückstandes und der starken Leistung ihrer Kontrahentin bei den Matchbällen gegen sich nicht einmal mehr selbst an eine Wende geglaubt: "Ich habe zwar gekämpft, aber um komplett ehrlich zu sein, habe ich nicht mehr daran geglaubt, dieses Match gewinnen zu können."

Svitolina im Halbfinale gegen Barty

"Ich habe daran gedacht, dass ich vielleicht schon heute Abend nachhause fahren werde", lachte Svitolina. Doch die 26-Jährige wehrte sowohl beim Stand von 2:5 als auch bei 4:5 einen Matchball bei eigenem Aufschlag ab und entschied die Partie letztlich doch noch mit 6:7 (4), 7:5 und 6:2 für sich.

Nach dem Sieg gegen Kvitova hat Svitolina nun aber noch nicht genug. "Wenn man schon fast verloren hat, lässt der Druck sicherlich etwas nach. (...) Ich muss mich aber auf das nächste Match konzentrieren. Es wird nicht leichter", meinte die Ukrainerin angesichts der anstehenden Aufgabe. Denn mit Ashleigh Barty wartet im Halbfinale nun die Weltranglistenerste.

Hier das Einzel-Tableau in Stuttgart

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von Nikolaus Fink

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