Rafael Nadal - „Ich musste keine Opfer bringen“

Rafael Nadal hat in der renommierten US-amerikanischen TV-Sendung „60 Minutes“ über seine Karriere reflektiert.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 14.01.2020, 12:07 Uhr

Rafael Nadal hat noch viel vor
© Getty Images
Rafael Nadal hat noch viel vor

Rafael Nadal fehlt noch ein Grand-Slam-Titel auf den aktuellen Rekord von Roger Federer, der bei 20 hält. Gut möglich, dass Nadal schon beim ersten Major des Jahres in Melbourne zum Schweizer aufschließt. Die Bedingungen sollen dem Vernehmen nach sehr nach dem Gusto des spanischen Linkshänders ausgelegt sein, der Ball höher abspringen als noch in den vergangenen Jahren.

Nadal hat in Melbourne erst einmal gewonnen, im vergangenen Jahr war er im Endspiel Novak Djokovic glatt unterlegen. Wie auch in der letzten Einzelpartie des ATP Cups in Sydney. Für die legendäre TV-Sendung „60 Minutes“ hat Nadal nun aber eher auf die Vergangenheit geblickt. Die Quintessenz aus dem Gespräch mit dem Journalisten Jon Wertheim: Rafael Nadal bereut nichts.

Rafael Nadal hat ein normales Leben geführt

Auf die Frage, ob er denn keine Opfer für seine großen Erfolge hätte bringen müssen, antwortete Nadal: „Nein, ich glaube nicht. Es hat sich für mich nie so angefühlt, als hätte ich etwas opfern müssen. Ich habe trainiert, das ja. Ich habe sehr hart gearbeitet, immer am Maximum, stimmt. Aber ich habe jede einzelne Sache genossen. Für mich bedeuten Opfer, dass ich etwas tue, das ich nicht machen möchte.“

Überraschend wohl der Umstand, dass Rafael Nadal in seiner Jugend gar nicht auf so viele Dinge verzichten musste. „Ich kann sagen, dass mein Leben nicht nur aus Tennis besteht. Ich bin mit meinen Freunden feiern gegangen. Vielleicht nicht jeden Samstag, so wie sie es gemacht haben, aber ich habe auch Party gemacht. Ich war mit meinen Kumpels beim Fischen. Ich hatte ein normales Leben. Ich habe dieselben Dinge gemacht wie meine Freunde, nur halt weniger oft.“

Der gute Einfluss von Carlos Moya

Aus sportlicher Sicht war der Wechsel zu Carlos Moya als Coach eine einschneidende Maßnahme. Davor hatte Onkel Toni Nadal die Übungseinheiten geleitet. „Carlos hat viele neue Elemente mitgebracht. Etwa eine andere Art zu trainieren verglichen mit dem, was ich davor gemacht habe. Im jetzigen Stadium meiner Karriere kann ich sagen, dass es sehr gut funktioniert hat. Das etwas strenger organisierte Training war sehr hilfreich. Und hat mir dabei geholfen, eine längere Karriere zu haben.“

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von Jens Huiber

Dienstag
14.01.2020, 18:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 14.01.2020, 12:07 Uhr

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