Rafael Nadal - London und Madrid in Gefahr?

Der Rückzug von Rafael Nadal beim ATP-Masters-1000-Turnier in Paris Bercy könnte nicht nur auf die ATP Finals Auswirkungen haben. Schließlich wartet danach noch der Davis Cup.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 04.11.2019, 15:33 Uhr

Wann sehen wir Rafael Nadal wieder?
© Getty Images
Wann sehen wir Rafael Nadal wieder?

Beim Saison-Abschluss in der Londoner O2 Arena zeigt sich die ATP immer von ihrer besten Seite, nicht nur sportlich. Der Einmarsch der acht besten Spieler des Jahres wird mit einer beeindruckenden Lichtershow begleitet, die musikalische Untermalung steht dem um nichts nach. Gerade im vergangenen Jahr ist nach dem pompösen Beginn allerdings ein gewisser Spannungsabfall zu registrieren gewesen, zu eindeutig fielen manche Matches der Gruppenphase aus. Und zu sehr wurden zwei Spieler vermisst, die auf der ganzen Welt zuverlässig auf die Unterstützung ihrer Fans zählen dürfen: Rafael Nadal und Juan Martin del Potro.

Der Argentinier war nach seinen neuerlichen Verletzungsproblemen 2019 für London nie ein Thema, Nadal natürlich schon. Zumal er die Jahreswertung anführt, das viel besungene Race to London gewonnen hat. In Paris-Bercy hätte der Spanier mit einem Sieg sogar die Nummer eins am Ende des Jahres festzurren können. Dann meldete sich vor dem Halbfinale gegen Denis Shapovalov ein Bauchmuskel.

Nadal hat die ATP Finals noch nie gewonnen

Wie laut und deutlich wird sich in den kommenden Tagen weisen. Normalerweise allerdings heilen Verletzungen in dieser Körperregion eher langsam, es steht also zu hoffen, dass Nadals Rückzug in erster Linie auch eine Vorsichtsmaßnahme war. Die Fans fielen so zwar um das Traumfinale gegen Novak Djokovic um, möglicherweise gibt es dieses Treffen ja aber bei den ATP Finals, dort allerdings frühestens im Halbfinale.

Das Jahresendturnier fehlt noch auf der Siegerliste des Spaniers, Matches in der Halle haben ihn seit jeher weniger erfreut als jene unter freiem Himmel, am besten bei hochsommerlichen Temperaturen, bei denen Nadal seine Gegner ordentlich quälen kann.

2017 hat Nadal zuletzt beim Saisonfinale aufgeschlagen, nach der Niederlage gegen David Goffin aus dem Turnier zurück gezogen. 2016 musste der Spanier seine Spielzeit wieder früher abbrechen, im Jahr zuvor schaffte er es immerhin ins Halbfinale. Wo Nadal chancenlos gegen Djokovic ausschied.

Djokovic hat für den Davis Cup spät zugesagt

Das allerdings waren die regulären Tennissaisonen. Ab 2019 kommt noch eine weitere Woche dazu, die in den Überlegungen von Rafael Nadal sicherlich auch eine Rolle spielt: Das Davis-Cup-Finalturnier in Madrid. Dort soll der 19-fache Major-Sieger das Zugpferd spielen, die Caja Magical ist ihm bestens vertraut. Nadal hat sich, im Gegensatz zu Djokovic etwa, früh dazu bereit erklärt, am allgemein als ungünstig eingeschätzten Termin in Madrid aufzuschlagen. Der bekennende Real-Madrid-Fan hat der Barcelona-Legende Gerard Piqué sein Wort gegeben, letzterer wiederum möchte natürlich seinen Sponsoren das bestmögliche Starterfeld präsentieren. Und für den Davis Cup gilt wie für die ATP Finals: Bestmöglich heißt immer mit Rafael Nadal. Auf dass da nicht ein Bauchmuskel dazwischen kommt.

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von Jens Huiber

Montag
04.11.2019, 15:40 Uhr
zuletzt bearbeitet: 04.11.2019, 15:33 Uhr

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