Taylor Townsend schießt gegen Stephens-Coach

In der US-amerikanischen Tennisszene grummelt es. Im Mittelpunkt dabei: Kamau Murray, Coach von Sloane Stephens.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.11.2019, 12:59 Uhr

Im Mittelpunkt der Kontroverse: Kamau Murray
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Im Mittelpunkt der Kontroverse: Kamau Murray

Blindes Vertrauen ist wohl eine der Grundvoraussetzungen für jede funktionierende Beziehung. Das gilt für das echte Leben wie für das nicht minder echte auf dem Tennisplatz. Eine Spielerin sollte also darauf vertrauen können, dass ihr Coach mit ihr offen und ehrlich umgeht. Im Fall von Kamau Murray sind in dieser Hinsicht im Rahmen der US Open Fragen aufgekommen, die in den vergangenen Tagen von Taylor Townsend in verschärfter Form noch einmal wiederholt wurden.

Zur Erinnerung: Murray hatte nach der Trennung von Sloane Stephens im Sommer 2019 Monica Puig betreut. Hatte dem Vernehmen nach der Olympiasiegerin von 2016 allerdings mitgeteilt, dass er mit ihr nicht zu den US Open reisen könne. Weil er gerade da etwas anderes vorhabe. Was auch stimmte: Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres coachte Murray wieder seinen ehemaligen Schützling Stephens. Monica Puig war darüber, vorsichtig formuliert, nicht glücklich.

Monica Puig als Opfer

Aber auch Taylor Townsend, die bei den diesjährigen US Open nach einem Erfolg gegen Simona Halep bis ins Achtelfinale vorgedrungen war, ist mit Kamau Murray nicht im Reinen. Der wurde nämlich in einer Aussendung eines US-amerikanischen Vereins als Coach von Townsend angeführt. Was diese nicht so stehen lassen wollte. „Zina Garrison war meine Haupt-Trainerin von 2013 bis März 2019. Ich wollte damit in der Vergangenheit nicht in die Öffentlichkeit gehen, weil ich gehofft habe, die Sache mit Kamau Murray direkt aus der Welt zu schaffen. Aber jetzt werde ich mich nicht länger still verhalten, während er mit seinen Lügen fortfährt.“

„Ich habe Kamau nie mein Einverständnis gegeben, meinen Namen für seine Geschäfte zu nutzen“. Und auch die Angelegenheit mit Monica Puig brachte Talyor Townsend noch einmal auf das Tableau. „Ich kann nicht länger zusehen, wie er weiterhin professionelle und aufstrebende Spieler, Sponsoren und die Tennis-Gemeinde hinters Licht führt und sich Dinge anrechnen lässt, die er nicht geleistet hat. Monica Puig ist erst vor Kurzem Opfer seiner Ablenkungen geworden.“

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Donnerstag
07.11.2019, 11:48 Uhr
zuletzt bearbeitet: 07.11.2019, 12:59 Uhr