US Open: Jürgen Melzer - Letztes Hurrah mit Jo-Wilfried Tsonga

Jürgen Melzer will es noch ein letztes Mal wissen: Bei den US Open 2021 startet der zweimalige Major-Champion im Männer-Doppel an der Seite von Jo-Wilfried Tsonga.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 29.07.2021, 22:16 Uhr

Ein Doppel, auf das man sich freuen darf: Jürgen Melzer und Jo-Wilfried Tsonga
© GEPA Pictures/Getty Images
Ein Doppel, auf das man sich freuen darf: Jürgen Melzer und Jo-Wilfried Tsonga

Von Jens Huiber aus Kitzbühel

Wenn Jürgen Melzer über die Anlage des Kitzbühler Tennisclubs schlendert, bleibt kaum ein Handy in der Tasche. Nicht das der österreichischen Tennis-Legende, versteht sich, aber ein Selfie mit Melzer steht nach wie vor hoch im Kurs. Zumal der mittlerweile 40-Jährige den professionellen Tennisschläger noch nicht ganz an den Nagel gehängt hat. Eigentlich wäre ein Auftritt bei Olympia eingeplant gewesen, der avisierte Partner Dominic Thiem zog allerdings schon vor seiner Handgelenksverletzung zurück. Und Alexander Peya, die zweite Option für Melzer, ist immer noch auf dem Weg zurück. Aber eben noch nicht ganz da.

Und also hat sich Jürgen Melzer gar nicht mal so viele Matches bei den Olympischen Spielen via TV oder Stream gegeben, lediglich das Ausscheiden von Oliver Marach und Philipp Oswald „gegen die Kolumbianer“. Wohl jenen Tennisspielern, die sich schon alleine durch ihre Nationalität unverkennbar machen - gemeint sind natürlich Juan Sebastian Cabal und Robert Farah.

Melzer und Tsonga bei den US Open

In Wimbledon hat sich Melzer mit André Begemann versucht. Der Auftritt gegen Sander Arends und Matwe Middelkoop war gut, aber nicht von Erfolg gekrönt. War´s das? Aber nein! „Ich möchte schon noch ein bisserl was gewinnen“, erklärte Melzer also bei einem spontan einberufenen Pressegespräch des Österreichischen Tennisverbandes in Kitzbühel. Und zwar bei den US Open. Als Partner von Jo-Wilfried Tsonga, wie Melzer fast beiläufig erwähnte. Dabei hat diese Paarung absolute Star-Power, wie auch Melzer weiß: „Wenn Jo spielt, dann kommen sicher mehr als vier Leute.“

Ebenjener Jo hätte auch in Kitzbühel spielen sollen, alleine, Turnierdirektor Alex Antonitsch konnte nur vage mit dem französischen Altmeister planen, der dann fristgerecht vor Turnierbeginn zum zweiten Mal Vater wurde. Und natürlich nicht nach Tirol reiste. Jürgen Melzer dagegen ist in seinen ersten Monaten als Sportdirektor des ÖTV viel herum gekommen, natürlich auch nach Tirol, gute 20.000 Kilometer habe er dienstlich in kürzester Zeit zurückgelegt. Seine Base hat Melzer aber im Bundesleistungszentrum Südstadt, wo auch Günter Bresnik wirkt. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut, die kurzen Wege würden dabei helfen. Grundsätzlich wolle man aber funktionierende Spieler-Trainer-Beziehungen fördern, egal , wo in Österreich, wie ÖTV-Präsident Magnus Brunner betonte.

Erfüllende Aufgabe als Sportdirektor

Sein Job mache ihm jedenfalls Spaß, so wieder Jürgen Melzer, auch wenn er noch nicht alle Projekte in Angriff nehmen konnte. Sein Vertrag läuft zunächst über drei Jahre, Melzer kann sich schon jetzt vorstellen, dass er die Aufgabe auch länger übernimmt. Ziele gibt es verschiedene, auf internationaler Ebene wolle man möglichst viele Spieler bei den Nachwuchs-Wettbewerben der Grand-Slam-Turniere sehen. Das aber brauche Zeit, wie Melzer weiß: „Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.“  

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