Steve Johnson nicht happy mit dem US-Verband

Der US-Amerikaner fürchtet ein frühes Treffen mit dem Silbermedaillen-Gewinner von Rio.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 18.08.2016, 13:41 Uhr

RIO DE JANEIRO, BRAZIL - AUGUST 12: Steve Johnson of the United States returns a shot alongside Jack Sock during the Men's Doubles Bronze medal match against Vasek Pospisil and Daniel Nestor of Canada on Day 7 of the Rio 2016 Olympic Games at the Oly...

Eigentlich sollte man annehmen, dass sichJuan Martin del Potromit seinen Auftritten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro in die Herzen aller Tennis-Afincionados gespielt hat. Gut, die serbische Fraktion umNovak Djokovicmag den Enthusiasmus für den Finaleinzug des Argentiniers nur ein kleinen Dosen genossen haben. Möglicherweise hat es auch unter den Fans vonRafael NadalVorbehalte gegen dessen Niederlage in der Vorschlussrunde gegeben. Zugegeben: Auch die brasilianischen Zuschauer hätten sich eher einen Landsmann im Endspiel gewünscht. Aber der Rest der Welt? In einem Lager mit „Delpo“.

Außer vielleichtSteve Johnson, US-Amerikaner, der sich anschickt, John Isner an der der Top-Position seines Landes abzulösen. Johnson hat, neben einer Bronzemedaille an der Seite von Jack Sock, seine eigenen Schlüsse aus dem olympischen Turnierverlauf gezogen, vor allem jenen, dass ein frühes Treffen mit Juan Martin del Potro böse enden kann. Und ihm, als gesetztem Spieler, stünde bei den US Open ein solches ins Haus, entsprechendes Lospech mit eingerechnet. Der Argentinier wird in New York City nämlich lediglich durch die Gunst einer Wildcard im Hauptfeld aufschlagen, eine Entscheidung der USTA, mit der Steve Johnson nicht glücklich ist.

Ausdauernde Solo-Problemlöser

„Es würde einige Leute wirklich aufregen, wenn del Potro einen der besten US-Spieler schlägt“, erklärte Johnson dieser Tage in Cincinnati. Um gleich eine zweite Erfahrung aus Brasilien mit ins Feld zu führen. Er sei zwar natürlich voreingenommen, aber: „Für mich ist Tennis der härteste Sport. Schaut euch mal alle olympischen Endspiele an. Wir hattenMurrayund Delpo für mehr als vier Stunden auf dem Platz. Vier Stunden alleine, um ein großes Problem zu lösen: die Goldmedaille zu gewinnen.“ Die Betonung liegt für Steve Johnson dabei auf „alleine“. Schließlich hätten die meisten anderen Sportler Unterstützung durch Teamkameraden oder Coaches. Und die Länge der Matches ist auf der Tennis-Ebene tatsächlich mit keinem anderen Sport zu vergleichen.

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Donnerstag
18.08.2016, 13:41 Uhr