Wegen COVID-19: Dominic Thiem schon Mitte Dezember nach Australien

Aufgrund der Corona-Beschränkungen in Australien wird Österreichs Nummer eins, Dominic Thiem, schon Mitte Dezember nach Down Under reisen. Das erzählte Vater Wolfgang im tennisnet-Podcast.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 22.10.2020, 08:51 Uhr

Dominic Thiem beim ATP Cup Anfang 2020
© Getty Images
Dominic Thiem beim ATP Cup Anfang 2020

Pat Cash ist derzeit richtig froh, dass er auch einen US-Pass besitzt. Und dass er in London einen von mehreren Wohnsitzen hat. Denn die Lage in seinem Heimatland Australien hat der Wimbledon-Champion von 1987 am Rande des ATP-Challengers in Ismaning als nicht gerade rosig beschrieben. Melbourne befinde sich seit sechs Monaten im Lockdown, das sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, so Cash.

Dennoch will Tennis Australia sich die Austragung der Australian Open und des ATP Cups zuvor nicht nehmen lassen. Und für die Spieler auch während der vorgeschriebenen 14-tägigen Quarantäne (auch dazu hat Pat Cash eine dezidierte Meinung: Warum so lange? Es gäbe doch Tests, die viel schneller auszuwerten seien.) Möglichkeiten schaffen, zu trainieren. Die Anpassungsfähigkeit der Spieler ist also wieder gefragt. Und niemand hat sich in New York City unter ähnlichen Umständen besser an die Gegebenheiten angepasst als der US-Open-Sieger Dominic Thiem.

Thiem nur kurz von Muster betreut

Das soll sich auch in Australien fortsetzen, wie Vater Wolfgang Thiem im tennisnet-Podcast „Quiet, please“ verriet. Geplant sei eine Abreise nach Australien bereits am 14. Dezember, davor hat Österreichs Nummer eins zwei Wochen Zeit, sich von den Anstrengungen der Saison, die auch 2020 im ATP-Finale in London mündet, zu erholen.

tennisnet · Quiet, please - der tennisnet-Podcast - Episode 36

Vor nicht ganz einem Jahr war die Sachlage noch ganz anders. Zwar gab es auch da schon schlechte Nachrichten aus Australien, die lokalen Großbrände betrafen aber nur einige Teile des Landes, der ATP Cup und die Australian Open blieben davon im Grunde unberührt. Die augenblickliche Situation wirft gerade auch in Hinblick auf den Anfang 2020 eingeführten Mannschaftswettbewerb der ATP noch ein paar zusätzliche Fragen auf: Hatten bei der Premiere noch Legenden wie Boris Becker, Thomas Muster oder Marat Safin als Teamchefs fungiert, so ist es kaum vorstellbar, dass diese Ex-Superstars die Mühen einer zweiwöchigen Quarantäne auf sich nehmen, nur um ein paar Tage lang in der Spielerbox zu sitzen. Dazu kommt, dass die Zusammenarbeit von Dominic Thiem mit Thomas Muster im Nachgang des ATP Cups rechtschaffen kurz ausgefallen ist.

Vielleicht gibt es also eine wechselnde Teamführung wie bei den Franzosen, bei den sich Gilles Simon, Gael Monfils und Co. einfach selbst gecoacht haben. Oder die Trainer der einzelnen Spieler übernehmen, das war zu Beginn des Jahres in manchen Teams ohnehin schon so. Aber wer auch immer in den großzügigen Lounges seinen Platz einnehmen, um eine frühe Anreise á la Dominic Thiem wird er nicht herumkommen.

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zuletzt bearbeitet: 22.10.2020, 08:51 Uhr

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