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Angelique Kerber nach Finaleinzug – „Die Euphorie kann noch 2 Tage warten“

Deutschlands Frontfrau verrät, was sie tun will, um Serena Williams wie im Australian-Open-Finale aus der Balance zu bringen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 07.07.2016, 20:25 Uhr

Angelique Kerber

Angelique Kerberist in Wimbledon mit einem 6:4, 6:4 gegenVenus Williams(USA/8)in ihr zweites Grand-Slam-Endspiel eingezogen, wo deren Schwester Serena (USA/1) wartet. Die deutsche Linkshänderin aus Kiel nach ihrem Halbfinal-Sieg im Mediengespräch.

War das Halbfinale heute von der nervlichen Belastung einfacher, weil Sie schon einen Grand-Slam-Titel gewonnen haben?

Angelique Kerber: Natürlich habe ich viel mehr Erfahrung, es war ja nicht mein erstes Grand-Slam-Halbfinale. Aber das ist Wimbledon, das ist so besonders. Darum war ich ein bisschen nervös, als ich auf den Centre Court gegangen bin. Ich wusste, ich muss gut spielen, um Venus zu schlagen.

Nach dem Finaleinzug: Sind Sie jetzt erleichtert? Oder anders gefragt: Wie hungrig sind Sie noch?

Natürlich bin ich froh, zum ersten Mal in Wimbledon im Finale zu stehen. Auf der anderen Seite weiß ich, dass das Turnier noch nicht zu Ende ist. Ich weiß, dass ich mich weiter voll konzentrieren muss, um am Samstag meine beste Leistung abzurufen. Es ist ein schönes Gefühl, die Euphorie kann aber noch zwei Tage warten.

Sie haben als erste Deutsche seit Steffi Graf in Australien ein Grand-Slam-Turnier gewonnen. Jetzt haben Sie die Chance, als Erste nachSteffi Grafin Wimbledon zu triumphieren. Sehen Sie Parallelen zu ihr?

Mit Steffi kann man sich nicht vergleichen. Sie ist ein Champion, sie hat alles gewonnen, was man gewinnen kann. Sie war und ist immer noch mein Vorbild, aber ich versuche meinen eigenen Weg zu gehen und meine Finals so zu gewinnen wie sie.

Was wollen Sie diesmal tun, um Serena Williams im Finale so aus der Balance zu bringenwie in Melbourne?

Ich bleibe meinem Stil treu und werde nicht versuchen, etwas zu verändern. Ich muss von Anfang an versuchen, sie zu bewegen, denn wenn sie steht und in ihrer Komfortzone ist, dann schlägt sie alle weg. Ich werde versuchen, mein Spiel zu zeigen, damit sie auch einige Fehler macht.

Aufgezeichnet vom Sport-Informations-Dienst (SID).

von tennisnet.com

Donnerstag
07.07.2016, 20:25 Uhr