tennisnet.com Kolumne

Walking on Church Road - Day 2

Gedanken zum Wimbledon-Turnier 2016

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 27.06.2016, 15:31 Uhr

LONDON, ENGLAND - JUNE 27: Pierre-Hugues Herbert of France and Phillip Kohlschreiber of Germany in action during the Men's Singles first round match on day one of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Cl...

Goran ist heiß, frage nicht … Der Zugang zu den Trainingsplätzen ist mit Turnierbeginn nicht mehr ganz so frei und unproblematisch wie noch am Sonntag, es finden sich dennoch - auch offizielle - Wege, sich dem Übungsgeschehen zu nähern. Goran Ivanisevic also hat für sich und, selbst wenn es nicht den Anschein hat, auch für seinen Schützling Marin Cilic einen der beiden höchst gelegenen Plätze gebucht. Wenn man es nicht besser wüsste, der Verdacht läge nahe, dass der große Goran sich selbst für das Turnier warm spielt.

Zwei Grand-Slam-Sieger, zwischen denen es menschelt, es wird gelacht, Life is good, gerne würde man die Rollen mit einem der beiden Kroaten tauschen. Und wenn nicht mit Goran oder Marin, dann wenigstens mit Feli Lopez. Der unter seiner Scheidung wohl eher im Stillen leidet. Im Wimbledon Village ist der so gut- wie aussehende Mann jedenfalls allgegenwärtig, womöglich sogar auf der Suche nach einer ständigen Bleibe, die Annoncen der Immobilienmakler studiert der Spanier via Schaufenster jedenfalls auffallend intensiv.

Der Tag auf der Anlage beginnt mit einem Feueralarm, richtig so, die Gefahr eines Blitzeinschlages ist ob der Dichte der Wolken nicht zu unterschätzen. Noch viel wichtiger: die Sicherheit. Gerade da aber zeigt sich der grundsätzlich entspanntere Ansatz der Briten, nicht, was die Absicht anbelangt, sondern die Mittel: Der Spürhund gibt ob seiner Präsenz durchaus Anlass, ihn einfach zu umarmen, die Fachkraft am anderen Ende der Leine rät indes dringend davon ab.

Die Freundlichkeit der anwesenden Stewards erweist sich im Übrigen als nachgerade vorbildlich: Wer es nicht rechtzeitig zum Spielbeginn von Muguruza und Giorgi auf den Centre Court geschafft hat, muss naturgemäß vor den Eingängen des größten Stadions warten, die Spanierin bringt es fertig, zahlreiche Breakchancen zu verschwenden, macht nach einer gefühlten Ewigkeit doch das Break. Der freundliche Herr am Absperrband nimmt indes alle Schuld auf sich: „Sorry for the delay. And thank you very much for your patience.“

von tennisnet.com

Montag
27.06.2016, 15:31 Uhr