tennisnet.com Kolumne

Walking on Church Road – Middle Sunday

Beobachtungen beim Wimbledon-Turnier 2016.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 03.07.2016, 17:15 Uhr

Wimbledon Feature,Wimbledon Dekoration an der Untergrund Station, U-Bahn, Tennis - Wimbledon 2015 - Grand Slam ITF / ATP / WTA - AELTC - London - - Great Britain - 5 July 2015.

Der „Middle Sunday“ also. Komplett anderes Publikum als sonst, das wurde einem versprochen, auch wenn eben das gar niemand gefordert hatte. Ist doch alles gut mit den Menschen auf der Anlage an regulären Tagen, möchte man meinen. Jo-Wilfried Tsonga, auf die angebliche Fan-Fluktuation angesprochen, sagte jedenfalls: „Ich habe keinen Unterschied zu gestern bemerkt.“ Eben.

Tsonga ist übrigens großartig. Einer zum Liebhaben. Der Reporter ist ihm zum ersten Mal bei den BMW Open vor ein paar Jahren in kleiner Runde gegenübergesessen, der Mann ruht in sich, auch wenn der Herr von der Lokalzeitung fragt, welche örtliche Biermarke er denn bevorzuge und was ihm an der bayerischen Landeshauptstadt am besten gefalle. Zwei Stunden, nachdem Tsonga am Flughafen Franz Josef Strauss gelandet war.

In Wien hat man sich einmal gründlich missverstanden, nicht inhaltlich, Konversationen in der jeweils zweiten Sprache bergen ihre Tücken, der freundlichen Schweizer Dame von der ATP sei Dank wurde die ungeschickt formulierte Frage des Reporters ins Französische übersetzt, verstanden, und dennoch irgendwie nicht beantwortet.

Morgen dann wieder die richtigen Fans, die sich von den unrichtigen offenbar nicht unterscheiden. „Jo-Willy“ (Chef-Tweeter Brad Gilbert lässt grüßen) darf gegen „Dicky“ Gasquet ran, und das mit dem Wissen, dass Frankreich bei der EM im eigenen Land noch mitspielen darf. Oder auch nicht. Ein Thema, das am Middle Sunday keines war.

von tennisnet.com

Sonntag
03.07.2016, 17:15 Uhr