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Goran Ivanisevic – „Marin Cilic war zu höflich”

Die Viertelfinal-Niederlage seines Schützlings gegen Roger Federer werde noch lange schmerzen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 08.07.2016, 13:16 Uhr

NEW YORK, NY - SEPTEMBER 11: Coach Goran Ivanisevic watches the Men's Singles Semifinals match between Roger Federer of Switzerland and Stan Wawrinka of Switzerland on Day Twelve of the 2015 US Open at the USTA Billie Jean King National Tennis Cente...

Am Mittwochmorgen hatte sich Goran Ivanisevic noch entschuldigen lassen – als einer der wenigen Teilnehmer am Legenden-Wettbewerb war der Kroate nicht zur Interviewstunde mit den Journalisten-Vertretern aus aller Welt gekommen. Und das, obwohl für den Wimbledon-Champion von 2001 die meisten Gesprächsanfragen vorlagen. Ivanisevic hatte Wichtigeres zu tun: die Vorbereitung seines SchützlingsMarin Cilicauf dessen Viertelfinale gegenRoger Federer.

Das Ergebnis ist bekannt –Cilic erspielte sich eine 2:0-Satzführung, hatte in den beiden folgenden Durchgängen mehr als nur eine Chance auf seinen zweiten Sieg gegen Federer bei einem Grand-Slam-Turnier.Anders als vor zwei Jahren bei den US Open konnte der Kroate das Match nicht zumachen, was nicht nur seinen Coach Ivanisevic aus der Bahn geworfen hat, wie dieser im „TennisPodcast“ mitteilte.

Ein Gefühl wie 1998

„Das letzte Mal, als ich mich so schlecht gefühlt habe, war 1998, als ich das Finale gegen Pete Sampras verloren habe“, erklärte Ivanisevic. „Und Marin fühlt sich noch schlechter als ich. Das Leben geht weiter, und hoffentlich wird er aus diesem Spiel etwas lernen. Aber diese Niederlage wird noch lange schmerzen.“ Cilic hatte sich in der Pressekonferenz nach seinem Match sehr gefasst gezeigt, die Fragen der internationalen Medienvertreter geduldig und höflich beantwortet. Gemäß Goran Ivanisevic hatte er sich zuvor auf dem Platz genauso verhalten – nicht zu Cilics Vorteil. „Centre Court ist das Wohnzimmer von Roger Federer. Und im Wohnzimmer darf man nicht zu höflich sein. Marin war zu höflich.“

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