„Match of the Day“ – Milos Raonic gegen Andreas Seppi

Milos Raonic hat Außenseiterchancen auf den Titel in Wimbledon.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 29.06.2016, 21:55 Uhr

ROME, ITALY - MAY 11: Milos Raonic of Canada looks on during his match against Nick Kyrigois of Australia during day four of the The Internazionali BNL d'Italia 2016 on May 11, 2016 in Rome, Italy. (Photo by Matthew Lewis/Getty Images)

Milos Raonicgehört zu den wenigen Spielern in der Auslosung, die eine Chance gegenNovak Djokovicin Wimbledon haben dürften. Schließlich besitzt Raonic neben seinem brandgefährlichen Aufschlag mittlerweile auch ein adäquates Grundlinienspiel. Doch in der zweiten Runde wartet ein absoluter Veteran.Andreas Seppihat es nie weiter als in die vierte Runde in Wimbledon geschafft. Doch seine solide Spielweise macht den Italiener zu einem unangenehmen Gegner.

Raonic hatte den perfekten Start ins Jahr. Der 25-Jährige gewann das Turnier in Brisbane, schlug dabeiRoger Federerim Finale. Auch bei den Australian Open überzeugte ein selbstbewusster Raonic mit Angriffstennis. Doch eine Adduktorenverletzung, die sich der Kanadier im Halbfinale gegen Andy Murray zuzog stoppte ihn für die kommenden sechs Wochen. Seit dem ist Raonic nur noch sporadisch in Form gekommen, gerade auf Sand hatte er mehr Probleme als von vielen erwartet.

Bei seinem ersten Rasenauftritt in Queens erreichte Raonic das Finale. Er hätte sogar gewinnen können gegen Andy Murray. Jedoch gab der Weltranglisten-Siebte noch eine 7:6-2:1-Führung her. Trotz seines herausragenden Aufschlags und einem Break Vorsprung im zweiten Satz war er nicht in der Lage das Spiel über die Ziellinie zu bringen. Die Resultate von Raonic in Wimbledon sind bei weitem nicht so gut wie man wohl erwarten könnte. In 2014 zog der Kanadier ins Halbfinale ein. Ansonsten war spätestens in der dritten Runde Schluss. Dieses Mal spielte er zum Auftakt souverän. GegenPablo Carreno-Bustagelangen Raonic 27 Asse und auch die beiden Breakchancen des Spaniers wehrte er ab.

Seppi fühlt sich wohl auf Rasen

Andreas Seppi ist dieses Jahr zum zwölften Mal in Wimbledon dabei. Der Italiener setzte sich hier in der Auftaktrunde sehr glatt gegenGuillermo Garcia-Lopezdurch. Schon die ganze Vorbereitung auf Rasen war gut gelaufen. In Halle hatte der 32-Jährige das Viertelfinale erreicht, war dort in einem engen Match gegen den späteren SiegerFlorian Mayerausgeschieden. Selbiges passierte ihm eine Woche später in Nottingham. Dort verlor er im Halbfinale gegenSteve Johnson,der sich einen Tag später den Titel sichern konnte.

Der erste ATP-Titel in der Kariere von Seppi kam auf dem Rasen. Im Jahr 2011 gewann er in Eastbourne und erreichte in den Folgejahren noch zwei weitere Endspiele. In Wimbledon hätte Seppi sicherlich gerne mehr Erfolg gehabt. Nur einmal zog er in die vierte Runde ein. Doch oft war gegen große Namen und gute Rasenspieler Schluss. Letztes Jahr verlor Seppi in der dritten Runde gegenAndy Murray.

Hier geht es zu den Livescores des 4. Spieltages – Raonic gegen Seppi ist das zweite Match nach 12:00 Uhr (MESZ) auf Court 3!

Das einzige Aufeinandertreffen zwischen den beiden gewann Raonic im Davis-Cup-Viertelfinale vor drei Jahren. Raonics herausragende Waffe auf dem Rasen ist natürlich sein Aufschlag. Doch zeigt der Kanadier auch immer größere Fortschritte in seinem Netzspiel. Mittlerweile weiß Raonic ziemlich genau, wann die Zeit zum Angriff gekommen ist. Was er sicherlich vermeiden will, sind lange Duelle von der Grundlinie. Zwar hat Raonic Fortschritte bei der Beinarbeit gemacht. Doch ist Seppi ein guter Konterspieler, der die Geschwindigkeit des Gegners für sich zu nutzen weiß. Alles am Spiel des Italieners ist solide. Mit einer Ausnahme, denn der zweite Aufschlag ist angreifbar, vermutlich sogar für einen eher durchschnittlichen Returnspieler wie Raonic.

Viel wird vom Aufschlag von Seppi abhängen

Diebetsson-Quotensehen Raonic natürlich als Favoriten (1,12 zu 6,25). Raonic gehört hier zu den Außenseitern auf den Titelgewinn. Gerade dank der Fortschritte die er beim Netzspiel und der Beinarbeit gemacht hat. Doch zuerst wartet Andreas Seppi. Der Italiener hat immerhin schon Roger Federer bei einem Grand-Slam-Turnier geschlagen und auch anderen Top-10-Spielern wie Novak Djokovic das Leben immer wieder schwer gemacht. Ganz entscheidend für den Italiener wird eine hohe Quote beim ersten Aufschlag sein. Denn das zweite Serve ist angreifbar. Gelingt es Seppi den eigenen Aufschlag zu beschützen, sollte er das Match zumindest eng gestalten können.

von tennisnet.com

Mittwoch
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