Tennis-Panel, Teil 1 – „Sascha“ Zverev im Viertelfinale von Wimbledon?

Wir haben mal bei deutschsprachigen Tennisexperten nachgehört.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 21.06.2016, 19:48 Uhr

HALLE, GERMANY - JUNE 19: Alexander Zverev of Germany looks on in the final match of the Gerry Weber Open against Florian Mayer of Germany at Gerry Weber Stadium on June 19, 2016 in Halle, Germany. (Photo by Thomas Starke/Bongarts/Getty Images)

NebenNovak Djokovichaben auf der ATP-Tour auchDominic ThiemundAlexander Zverevdie Schlagzeilen bestimmt. Und natürlichFlorian Mayermit seinem Triumph in Halle. tennisnet.com bat ein Experten-Panel um die Einschätzung der Chancen der beiden Youngsters und jenes Mannes, der bereits zweimal die Runde der letzten Acht in Wimbledon erreicht hat. Achja: Und welche Dame wird nebenAngelique Kerberim All England Lawn Tennis and Croquet Club was reißen? Eine Serie in vier Teilen...

Die Runde: Gerald Kleffmann (Süddeutsche Zeitung), Sascha Bandermann (Sport1), Oliver Faßnacht (Eurosport), Jörg Allmeroth (tennisnet.com), Florian Regelmann (spox.com), Elmar Paulke (Sport1), Alexander Antonitsch (Eurosport), Felix Grewe (Tennismagazin), Philipp Schneider (Süddeutsche Zeitung), Marcel Meinert (Sky), Markus Theil (Eurosport) und Jens Huiber (sportradio360).

Teil 1: Wir beginnen mit Alexander Zverev, der in der vergangenen Woche bei den Gerry Weber Open im Halbfinale Roger Federer besiegt hatte und im Endspiel knapp Florian Mayer unterlegen war. Wie weit kann die deutsche Nummer zwei in Wimbledon kommen?

Elmar Paulke(Sport1): „Sascha“ hat auf jeden Fall das richtige Spiel für Rasen. Starker Aufschlag, schnelle Schläge. Und er wird das erste Mal bei einem Grand-Slam-Turnier gesetzt sein. Ich traue ihm die zweite Woche zu.

Marcel Meinert(Sky): Klar, „Sascha“ hat alle Erfolgskomponenten auf Rasen, wobei speziell die Taktik im Volleyspiel noch ausbaufähig ist. Serviert er wie gegen Federer in Halle auf hohem Niveau, ist es schwer, ihn zu breaken.

Oliver Faßnacht(Eurosport): Für Zverev gab es diesen einen emotionalen Höhepunkt in Halle: eben den Sieg gegen Federer. Ganz spurlos kann das an ihm dennoch nicht vorübergegangen sein. Im Finale fehlte dann die letzte Konzentration in entscheidenden Ballwechseln. Nicht vergessen: 2015 absolvierte er vor Wimbledon 28 Matches auf ATP-Level, jetzt sind es bereits 40!

Philipp Schneider(SZ): Ich denke aber, Zverev kommt vielleicht sogar bis ins Viertelfinale, nächstes Jahr: Halbfinale.

Gerald Kleffmann(SZ): Ich schließe mich Philipp an: Mit einem guten Draw kann Zverev ins Viertelfinale kommen. Ihm traue ich diesmal sogar mehr zu als Dominic Thiem.

Sascha Bandermann(Sport1): Sehe ich auch so. Es gibt ja praktisch kein Turnier mehr, bei dem ich nicht davon ausgehe, dass „Sascha“ weit kommen kann. Das ist natürlich auch in Wimbledon der Fall. Aber: Vielleicht kommt das Turnier noch ein halbes Jahr zu früh für ihn, schließlich hat er dort noch nicht wahnsinnig viele Erfahrungen gesammelt.

Felix Grewe(Tennismagazin): Zverev gehört für mich neben Nick Kyrgios und Thiem zu den Youngsters mit den größten Chancen, in Wimbledon weit zu kommen. „Sascha“ hat mit seinem starken Aufschlag sogar die besseren Anlagen für das grüne Geläuf. Ihm fehlt allerdings noch die Konstanz, um bei einem Grand-Slam-Turnier um den Titelgewinn zu kämpfen.

Jörg Allmeroth(tennisnet.com): Zverev und Thiem können das Achtelfinale erreichen, danach ist vieles auslosungsbedingt. Thiem hat insgesamt die größeren Chancen.

Florian Regelmann(spox.com): Genau. Bei Zverev hängt es natürlich auch an der Auslosung, aber er hat mir in Halle wie allen anderen hier extrem imponiert. Ich traue dem Jungen extrem viel zu, würde mich nicht wundern, wenn es Richtung Viertelfinale geht.

Markus Theil(Eurosport): Bei allem Hype, den ich ihm gönne, normal wäre für mich die vierte Runde für ihn. Man darf nicht vergessen, dass „Sascha“ in Wimbledon sein 15. Karrierematch auf Rasen und erst sein achtes Grand-Slam-Match in der ersten Runde bestreiten wird. Wenn er drei Runden gewinnen kann (bei einer günstigen Auslosung/Setzung realistisch), hat er das Soll erfüllt.

Alexander Antonitsch(Eurosport): Genau so ist es: Es würde mich freuen, aber das Erreichen der zweiten Woche wäre schon eine Überraschung. Selbstvertrauen ist gut und wichtig, aber für Best-of-five-Matches spielt Zverev noch nicht konstant genug.

Jens Huiber(sportradio360): Federer war von der Grundlinie in Halle eigentlich chancenlos. Kraft sparen in den ersten Runden, günstige Auslosung, dann ist alles möglich. Den Turniersieg ausgenommen.

Im zweiten Teil werden am Donnerstag die Aussichten von Dominic Thiem besprochen.

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von tennisnet.com

Dienstag
21.06.2016, 19:48 Uhr