Caroline Wozniacki – In Team-Wettbewerben nach wie vor gefragt

In der „World Team Tennis“-Serie wurden die Mannschaft gezogen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 27.03.2016, 10:58 Uhr

KEY BISCAYNE, FL - MARCH 24: Caroline Wozniacki of Denmark plays Vania King during the Miami Open presented by Itau at Crandon Park Tennis Center on March 24, 2016 in Key Biscayne, Florida. (Photo by Matthew Stockman/Getty Images)

Die Kunst des „Draftens“, also des Auswahlverfahrens von Spielern für eine Mannschaft, ist eine wissenschaftlich fundierte. Eigentlich. Auf der anderen Seite kann es natürlich auch vorkommen, dass bei aller akribischen Vorbereitung ein Aspirant durch das Raster fällt, der sich im Nachhinein als Allzeit-Größe entpuppt. Frag nach in der National Football League, in der der mittlerweile vierfache Super-Bowl-Champion und geradewegs auf die Ruhmeshalle des Football zustrebenden Tom Brady von seinen New England Patriots erst in der sechsten Runde gewählt wurde. Nachdem also alle 32 Teams der Liga jeweils fünf Chancen auf den Quarterback verstreichen haben lassen.

In der „World Team Tennis“-Serie, einem Mannschafts-Wettbewerb, der jeweils im August in verschiedenen US-Städten zur Austragung kommt, steht indes nicht so sehr die sportliche Perspektive im Vordergrund, sondern eher die Attraktivität bzw. Bekanntheit der Akteure. WeswegenCaroline Wozniackibei der eben ausgetragenen Ziehung den Vorzug über die aufstrebendeDaria Kasatkinaerhalten hat – wiewohl beide Damen für die „Philadelphia Freedoms” an den Start gehen werden. Und die Weltrangliste ja noch für die Dänin spricht (Wozniacki steht auf Position 25, die Russin auf 36).

Zwei Rentner als Zugpferde

Bei den Herren wird diese Vorgangsweise noch augenscheinlicher: Der ewig junge Andy Roddick geht in diesem Jahr für „New York Empire“ an den Start, James Blake für die „San Diego Aviators“. Beide Veteranen wurden naturgemäß in der ersten Runde gezogen – während der spielstärkste Mann im Team des ehemaligen Weltranglisten-Ersten Roddick der ArgentinierGuido Pella, ein Drittrunden-Pick, sein sollte. Über jeden Zweifel erhaben hingegen die erstgezogenen Spieler für die „Springfield Lasers“ und die „Washington Kastles“ –John Isnerund Martina Hingis spielen schließlich auch auf den Profi-Touren noch eine gute bis herausragende Rolle.

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Sonntag
27.03.2016, 10:58 Uhr