Petra Kvitova – „Kerber muss sich erst an ihren neuen Status gewöhnen“

Die Tschechin ist nicht überrascht von Angelique Kerbers frühen Niederlagen nach ihrem großen Coup – aus eigener Erfahrung.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 06.05.2016, 14:52 Uhr

MADRID, SPAIN - MAY 03: Petra Kvitova of the Czech Republic poses for a photograph in the Hall of Fame exhibition during day four of the Mutua Madrid Open tennis tournament at the Caja Magica on May 03, 2016 in Madrid,Spain. (Photo by Clive Brunski...

Petra Kvitovaweiß, wie es ist, wenn die Erwartungshaltung rund um die eigene Person schlagartig ansteigt. Vor knapp fünf Jahren triumphierte die Tschechin erstmals auf dem „Heiligen Rasen“ in Wimbledon und war fortan eine Dauerkandidatin für weitere Grand-Slam-Titel. Den gestiegenen Ansprüchen von Fans, Medien und Umfeld konnte die 26-Jährige lange nicht gerecht werden. Nicht zuletzt, weil sich Kvitova selbst am meisten unter Druck setzte. Abgesehen von den WTA Tour Championchips, die sie 2011 gewann, dauerte es drei Jahre, bis die Linkshänderin ihren Grand-Slam-Sieg auf der ganz großen Bühne bestätigen konnte – in Wimbledon 2014 setzte sich Kvitova erneut die „Rasen-Krone“ auf.

Ob Angelique Kerber eine ähnliche Entwicklung durchmachen muss, steht in den Sternen. Allerdings sind ihre Auftaktniederlagen in Doha, Indian Wells undneulich in Madridnicht verwunderlich für Kvitova, die dem Portal „Tennis.com“ sagte, dass sich Kerber erst daran gewöhnen muss, eine Grand-Slam-Siegerin zu sein. „Ich weiß, wie schwierig es im Damentennis momentan zugeht“, sagte die Tschechin,die im Achtelfinale der Mutua Madrid Open an Daria Gavrilova scheiterte.„Für ,Angie’ ist es schwierig. Sie gewann in Stuttgart und war sicher sehr euphorisch danach. Babora(Anmerkung; Strycova gewann mit 6:4, 6:2 gegen Kerber in Madrid)macht es dir auf dem Platz aber nie leicht.“

„,Angie’ wird einen Weg finden, mit dem Druck umzugehen“

Die aktuelle Nummer sechs der Welt weiß, wie groß der Druck im eigenen Land nach einer Großtat werden kann, wie sie Kerber in Melbourne vollbrachte. „Tschechien ist zwar ein kleines Land im Vergleich zu Deutschland, deshalb weiß ich nicht, wie die Leute da genau ticken“, erklärte Kvitova, versetzte sich aber in die Lage der Norddeutschen: „Grundsätzlich ist es nicht einfach, wenn alle von dir erwarten, dass du immer gewinnst. Alle Spielerinnen sind gegen eine Grand-Slam-Siegerin extra motiviert, gerade wenn es eine aktuelle Championesse ist.“ Die 17-fache WTA-Titelträgerin ist aber zuversichtlich, dass „,Angie’ einen Weg findet, den Druck zu händeln“. Kerbers Sieg in Stuttgart habe bewiesen, dass die 28-Jährige Australian-Open-Siegerin „sehr gut mit der Situation umgeht“ – einige Rückschläge seien dabei normal.

von tennisnet.com

Freitag
06.05.2016, 14:52 Uhr