2. Porsche! Angelique Kerber verhindert Titelsensation durch Laura Siegemund

Die Weltranglisten-Dritte verteidigt ihren Titel beim Porsche Tennis Grand Prix mit einem Finalsieg gegen Laura Siegemund.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.04.2016, 10:18 Uhr

STUTTGART, GERMANY - APRIL 24: Angelique Kerber and Laura Siegemund of Germany celebrate with the trophy after the singles final match on Day 7 of the Porsche Tennis Grand Prix at Porsche-Arena on April 24, 2016 in Stuttgart, Germany. (Photo by Den...

Angelique Kerber hat ihr Reich erfolgreich verteidigt und die märchenhaften Reise von Qualifikantin Laura Siegemund im Finale des Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart gestoppt. Im ersten deutschen Endspiel im Schwäbischen setzte sich Australian-Open-Gewinnerin Kerber mit 6:4, 6:0 gegen Siegemund durch und durfte sich über ein Preisgeld in Höhe von 104.477 Euro und einen lava-orangenen Sportwagen im Wert von 95.000 Euro freuen. Nach 1:21 Stunden verwandelte die deutsche Nummer eins im Tollhaus von Bad Cannstatt ihren ersten Matchball. "Es ist unglaublich, hier meinen Titel verteidigen zu können. Besser geht es nicht", sagte Kerber nach ihrem Sieg: "Ich habe etwas gebraucht, um meinen Rhythmus zu finden. Daher bin ich froh, dass ich sie stoppen konnte."

Noch nie zuvor hatte Kerber einen ihrer bislang acht Titel erfolgreich verteidigen können. Die Fed-Cup-Spielerin bewies zudem, dass sie mit dem Hype um ihre Person und dem neuen Stress umgehen kann. "Ich habe in den letzten Wochen gelernt, jede einzelne Minute voll zu nutzen, um Energie und Kraft zu tanken", sagte Kerber, die sich auch nach der magischen Nacht von Melbourne gewohnt sympathisch und volksnah präsentiert. Nichts zu spüren von Starallüren bei ihrem ersten Turnierauftritt in Deutschland seit ihrer Sternstunde Down Under Ende Januar. Nach einem 0:3-Fehlstart im ersten Satz gegen Siegemund agierte Kerber aggressiver und wurde ihrer Favoritenrolle vor 4600 Zuschauern in der ausverkauften Arena gerecht. Im ersten Durchgang gelang "Angie" das Break zum 5:4, nach 40 Minuten ermöglichte ihr Siegemund mit einem Fehler den Satzgewinn.

Siegemund klettert gewaltig und legt Pause ein

Danach merkte man der Weltranglisten-71. die jüngsten Strapazen an. Die Partie am Sonntag war für die Qualifikantin das achte Spiel in neun Tagen. Siegemund, die im Duell mit Kerber 14 der ersten 18 Punkte gewann, blieb damit die Krönung ihres Siegeszuges verwehrt. "Ich hatte keinen Tag Pause und keine Zeit zum Genießen. Die werde ich mir jetzt nehmen und eine Pause einlegen", sagte Siegemund. Die 28 Jahre alte Psychologin hatte auf dem Weg in ihr erstes WTA-Endspiel unter anderem im Halbfinale die topgesetzte Agnieszka Radwanska (Polen) sowie davor Roberta Vinci aus Italien (Nr. 6) und die Rumänin Simona Halep (Nr. 4) ausgeschaltet. Dabei hatte sie keinen Satz abgegeben.

Doch durch ihre Auftritte von Stuttgart hat sich Siegemund in die Herzen der Zuschauer gespielt. Sie agiert äußerst variabel und sucht oft den Weg ans Netz. "Ich versuche immer, alles flott zu machen. Ich bin halt so ein aufgepumpter Typ", meinte die extrovertierte Siegemund, die im neuen Ranking auf Position 42 klettert. Sie hätte die erste Qualifikantin seit Tsvetana Pironkova (Bulgarien) im Januar 2014 in Sydney werden können, die ein WTA-Turnier dieser Kategorie gewinnt. Vor Kerber hatten bereits Anke Huber (1991 und 1994) und Julia Görges (2011) das Turnier im Schwäbischen gewonnen, das zwischen 1978 und 2005 noch in Filderstadt vor den Toren Stuttgarts ausgetragen wurde.

Hier die Ergebnisse vom Porsche Tennis Grand Prix: Einzel , Doppel , Einzel-Qualifikation .

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