Belinda Bencic – Blind-Date in Perth

Die Schweizerin ist nach vielen Zipperlein in dieser Saison wieder fit – und wartet auf Roger Federer.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 24.11.2016, 17:18 Uhr

Belinda Bencic

Vor einem Jahr stand sie für viele als baldige Nummer eins der Tenniswelt, sicher zumindest als kommende Top-5-Spielerin.Belinda Bencichatte mit ihrem überragenden 2015 mit zwei größeren Turniersiegen in Eastbourne und Toronto – unter anderem nach einem Sieg gegen Serena Williams – , dem Einzug in die Top Ten der Welt und ihrem Martina-Hingis-artigen Spiel 2.0 die Erwartungen hochgeschraubt.

Eine Verletzung nach der anderen

Aktuell steht die 19-jährige Schweizerin „nur“ noch auf Rang 42. Nicht jedoch, weil sie schlecht spielte, sondern weil der Körper streikte. Rücken, Steißbein, Adduktoren, Handgelenk – die vielen Baustellen im Jahr 2016 wurden zum Teufelskreis. „Wenn eine Verletzung ausgeheilt war, kam die nächste.“ Und war Bencic wieder fit, seien die Erwartungen gleich sehr groß gewesen. „Ich ließ mir nie richtig Zeit, von neuem zu beginnen, richtig zu trainieren. Es wurde alles etwas hektisch“,verriet sie im Gespräch mit dem „Tagesanzeiger“.

Den Vorwurf, nicht auf ihrem Körper gehört zu haben und vielleicht zu früh weitertrainiert zu haben, will Bencic aber nicht gelten lassen. „Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. In Birmingham rutsche ich auf dem Rasen aus. Auch in Wuhan fiel ich hin. Es war nicht so, dass ich die Verletzungen ignorierte und weiterschleppte.“ Dennoch muss auch die Schweizerin wieder Vertrauen fassen in ihren Körper. „In Cincinnati zog ich die Rückhand nicht richtig durch wegen des Handgelenks. Ich wich aus. Es tat nicht weg, aber es war eine Blockade im Kopf. Wir merkten: Ich muss Turniere spielen, um das Vertrauen wiederzubekommen.“

Mit Federer bislang nur wenig Kontakt

Einen einen aufsehenerregenden Urlaub,wie im Vorjahr mit Kiki Mladenovic und Alexander Zverev auf den Malediven, hat Bencic dieses Mal verzichtet. „Ich hatte keine Lust, irgendwohin weit weg zu fliegen. Und ich fand auch niemanden, der gerade Zeit hatte. Viele spielten ja noch. Ich ging mit einer Kollegin ein paar Tage relaxen, nach Österreich. Und dann besuchte ich noch drei, vier Tage Paris. Da war ich dann auch mit Kiki.“ Aktuell trainiert Bencic in der Schweiz bei Melanie Molitor, der Mutter von Martina Hingis.

2017 soll nun alles besser werden für die ehemalige Top-Ten-Spielerin. Beginnen wird Bencic die neue Saison beim Hopman Cup in Perth. Ihren Partner dort, einen gewissenRoger Federer, muss sie hingegen noch besser kennenlernen. „Ich habe seine Nummer nicht, wir schreiben uns nicht. Wenn wir uns an Turnieren sehen, plaudern wir.“ Dass beide in Perth das Team der Schweiz stellen, sei eine Idee des Turniers gewesen. „Als sie mich fragten, sagte ich natürlich zu“, so Bencic. Klar ist: Finden die beiden Verletzten des Jahres 2016 beim Kennenlernen in Australien schnell wieder zu alter Form, kann man sich in Perth auf ein schlagkräftiges Duo gefasst machen!

Das komplette Interview mit Belina Bencic im „Tagesanzeiger“ lest ihrhier!

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24.11.2016, 17:18 Uhr