Die Aufsteigerinnen des Jahres 2016

Wir präsentieren fünf Spielerinnen, für die es 2016 in der Weltrangliste aufwärts ging.

von Christian Albrecht Barschel
zuletzt bearbeitet: 30.11.2016, 00:00 Uhr

SINGAPORE - OCTOBER 31: Champion Dominika Cibulkova of Slovakia poses with the Billie Jean King trophy after her victory against Angelique Kerber of Germany at Clifford Pier on October 31, 2016 in Singapore. (Photo by Julian Finney/Getty Images)

Dominika Cibulkova (28. Dezember 2015: Platz 35-> 28. November 2016: Platz 5)

Pome! Diesen Schlachtruf von Dominika Cibulkova haben wir in diesem Jahr sehr oft gehört, vor allem bei den WTA Finals in Singapur, wo die quirlige Slowakin ihr starkes Jahr mit dem größten Karriereerfolg krönte und nun auf Platz fünf im WTA-Ranking steht. Cibulkova gewann zudem drei weitere Titel, in Kattowitz, Eastbourne und Linz, und stand in Acapulco, Madrid und Wuhan im Finale. In Wimbledon erreichte sie das Viertelfinale und musste beinahe ihre geplante Hochzeit verschieben. In der aktuellen Form ist Cibulkova eine Kandidatin für einen Grand-Slam-Titel.

Johanna Konta (28. Dezember 2015: Platz 48 -> 28. November 2016: Platz 10)

Großbritannien musste auf diesen Moment 32 Jahre lange warten. Johanna Konta wurde im Oktober die erste britische Top-Ten-Spielerin seit 1984 und schließt das Jahr auch in der Bel Etage im Damentennis ab. Die 25-Jährige mit der ungewöhnlichen Auftipptechnik beim Aufschlag setze ihren Aufstieg auch in diesem Jahr fort und erhielt schließlich auch den WTA Award als "Most Improved Player". Konta begann das Jahr mit einem fetten Ausrufezeichen, als sie bei den Australian Open das Halbfinale erreichte. In Stanford gewann sie ihren ersten WTA-Titel. Schlagzeilen machte sie bei den US Open, wo sie in ihrem Zweitrundenmatch auf dem Platz zusammenbrach, minutenlang behandelt wurde und das Match trotzdem gewann.

Elena Vesnina (28. Dezember 2015: Platz 115-> 28. November 2016: Platz 16)

Das Jahr von Elena Vesnina kann man in einem Wort beschreiben: traumhaft. Die Russin beendet das Jahr auf Platz 16 und steht so gut da wie noch nie. Maßgeblichen Anteil daran hat ihre überraschende Halbfinalteilnahme in Wimbledon, wo sie erst von Serena Williams gestoppt werden konnte. Im Doppel erfüllte sich Vesnina ihren großen Traum von der Goldmedaille. Mit ihrer besten Freundin, Ekaterina Makarova, strahlte sie mit dem Edelmetall um den Hals um die Wette. Zum Abschluss des Jahres gewann sie mit Makarova die WTA Finals in Singapur.

Kiki Bertens (28. Dezember 2015: Platz 104 -> 28. November 2016: Platz 22)

Kiki Bertens musste zu Beginn des Jahres noch durch Qualifikationen, um sich für WTA-Turniere zu qualifizieren. Mittlerweile ist die Niederländerin im WTA-Ranking so weit nach oben geklettert, dass sie bei den meisten Turnieren gesetzt ist. Bertens hatte im Frühjahr drei traumhafte Wochen, als sie zunächst in Nürnberg als Qualifikantin den Titel gewann und die Euphorie mit in die French Open nahm, wo sie zu Beginn gegen Angelique Kerber gewann und schließlich überraschend das Halbfinale erreichte. In Gstaad verpasste sie ihren dritten WTA-Titel nur knapp. Dass es noch nicht mit dem Einzug in die Top 20 klappte, lag an einigen Erstrundenniederlagen zum Ende der Saison.

Laura Siegemund (28. Dezember 2015: Platz 98 -> 28. November 2016: Platz 31)

Laura Siegemund legte 2016 ein Jahr auf der Überholspur hin. Bei den Australian Open spielte sich die 28-Jährige mit dem Einzug in die dritte Runde erstmals so richtig in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Im April folgte ihr Traumlauf beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart, wo sie sich als Qualifikantin ohne Satzverlust und mit drei Siegen gegen Top-Ten-Spielerinnen ins Finale spielte und dort gegen Angelique Kerber verlor. Siegemund gewann in Bastad ihren ersten WTA-Titel und kam bei Olympia in Medaillennähe, wo sie das Viertelfinale erreichte. Mit Beginn der US Open ging es zwischenzeitlich hoch bis auf Platz 27. Die erfrischende Spielweise von Siegemund hat Lust auf weitere Erfolgsgeschichten im Jahr 2017 gemacht.

von Christian Albrecht Barschel

Mittwoch
30.11.2016, 00:00 Uhr