Dopingärztin für 4 Jahre gesperrt

Der Tennis-Weltverband ITF sperrt eine ukrainische Sportmedizinerin, weil sie WTA-Newcomerin Kateryna Kozlova mit einer verbotenen Substanz versorgte.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 14.06.2016, 14:33 Uhr

Dopingmittel

Der Dopingfall Kateryna Kozlovaliegt mittlerweile mehr als ein Jahr zurück. Die 22-jährige Ukrainerin (WTA 98) gab nach den Dubai Duty Free Tennis Championships im Februar 2015 eine Urinprobe ab, in der das verbotene Stimulanzmittel 1,3-Dimethlybutylamin (DMBA) gefunden wurde. Kozlova wurde rückwirkend „nur“ sechs Monate (bis 16. August 2015) gesperrt, da ihr die WTA glaubte, dass die Substanz über ein von einem Arzt verschriebenes Medikament in ihren Körper gelangt war. Das verbotene Mittel hatte die Halbfinalistin des diesjährigen TEB BNP Paribas Istanbul Cup von der ukrainischen Sportärztin Elena Dorofeyeva erhalten.

Die ITF gab in einer Stellungnahme am Montag bekannt, dass die Medizinerin für vier Jahre vom Sport ausgeschlossen wird, wie die „Associated Press“ berichtet. Kozlova ging davon aus, dass sie Vitamine von Dorofeyeva erhalten hatte. Der Tennis-Weltverband sprach die Ukrainerin auch deshalb davon frei, wissentlich gedopt zu haben. Im Gegensatz dazu lehnte die ITF den Einspruch der beschuldigten Sportärztin ab. Demnach sei die Medizinerin „ihrer extrem großen Verantwortung“ für die junge Athletin nicht nachgekommen. Kozlova war 20 Jahre alt, als sie positiv getestet wurde.

von tennisnet.com

Dienstag
14.06.2016, 14:33 Uhr